Olympia 2026: Ilia Malinin beweist nach Enttäuschung wahre Größe - der US-Superstar stürzte in der Kür komplett ab
Publiziert 15/02/2026 um 16:16 GMT+1 Uhr
Es war eine der Sensationen der Olympischen Winterspielen. Ilia Malinin stürzte bei der Kür gleich zweimal und verpasste völlig überraschend nicht nur Gold, sondern gar eine Medaille. Für den "Vierfach-Gott", der bei Olympia eine der Attraktionen ist, war es eine herbe Niederlage. Doch im Moment seines größten Scheiterns und seiner größten Enttäuschung bewies der US-Superstar wahre Größe.
Highlights: Malinin schenkt Gold her - Sensation auf dem Eis
Quelle: Eurosport
In der "Kiss and cry" Zone verlor Ilia Malinin endgültig die Aura des Überirdischen. Blass, erschöpft und schwer geschockt saß er da und wartete auf das Urteil der Jury, das vernichtend ausfallen würde.
Der selbst ernannte "Vierfach-Gott" war beispiellos abgestürzt auf das harte Eis der Realität, bei seinem Abgang begleiteten ihn Häme und Mitleid. "Heute hat man gesehen, dass auch er nur ein Mensch ist", sagte Katarina Witt in der "ARD" tief betroffen.
Die Schockwellen dieser Olympia-Sensation breiteten sich aus: Aus der Eiskunstlauf-Arena von Mailand in die Welt, mit solch einem tiefen Fall hatte niemand gerechnet am Freitagabend, eher mit einer Heldentat, über die noch Generationen sprechen würden.
Manchem Beobachter standen die Tränen in den Augen - und just in diesem Moment, in dem die Sportwelt still zu stehen schien, rappelte sich Malinin selbst auf.
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Malinin nach Kür-Desaster: "Ich bin sprachlos - bin so geschockt"
Quelle: Eurosport
Malinin beweist Größe
Die Gratulation für Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan, den er herzlich in den Arm nahm, zeugte von Größe.
Hinter den Kulissen bezog er Stellung, "ruhig, höflich und intelligent", wie USA Today bewundernd schrieb. Malinin schwang sich in der Stunde der Niederlage auf zu einem großen Verlierer - für einen 21-Jährigen mit immensem Selbstvertrauen und Qualitäten keine Selbstverständlichkeit.
"Mein Leben war von vielen Höhen und Tiefen geprägt. Kurz bevor ich meine Ausgangsposition einnahm, überfluteten mich all diese Erlebnisse, Erinnerungen und Gedanken mit voller Wucht, und es war einfach überwältigend", sagte Malinin nach der vierminütigen Kür, die sein Leben veränderte - nur eben nicht so, wie alle Welt es erwartet hatte.
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Die Gold-Kür von Mailand: Shaidorov schafft die Sensation
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Malinin einer der Superstars der Winterspiele
Der einzige Mensch, der jemals sieben Vierfachsprünge in einer Kür gezeigt hat, bei dem es nicht um die Farbe der Medaille zu gehen schien, sondern nur darum, wie er diesmal die Welt auf den Kopf stellen würde, kollabierte regelrecht.
Zwei Stürze, den Axel sprang er nur einfach, den Rittberger zweifach, jegliche Leichtigkeit ging ihm verloren, Platz acht geht als Mahnmal in die Sportgeschichte ein.
Malinin, neben der auf andere Weise dramatisch gescheiterte Ski-Königin Lindsey Vonn die Attraktion dieser 25. Winterspiele, hatte zur immensen Fallhöhe selbst beigetragen.
"I broke physics", sagte er einmal. Ja, tatsächlich hatte er, der noch bei seinen Eltern in Fairfax/Virginia wohnt, die Grenzen des möglich erscheinenden verschoben. Selbst ein Fünffachsprung schien für Mailand machbar.
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Riesenschock in der Kür! Superstar Malinin stürzt völlig ab
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Malinin spricht vom Olympiafluch
"Man sagt, es gebe einen Olympiafluch. Dass der Goldfavorit bei Olympia immer schlecht läuft. Und genau das ist passiert", analysierte Malinin erstaunlich gefasst und gab zu: "Der Druck war enorm." Etwas Vergleichbares hatte er nie zuvor gespürt, auch die Erfahrungen aus dem Teamwettbewerb, als er die USA zu Gold geführt hatte, halfen nicht.
Bislang war Malinin von Jahr zu Jahr höher und höher geflogen, das Gefühl einer Niederlage kannte er kaum, schon gar nicht einer dieses epochalen Ausmaßes. Was folgt nun aus einem Absturz, den nur die Größten erleben? Ein Ende des Höhenrauschs? Oder ein neuer Anfang?
"Wir werden ihn wiedersehen. Da bin ich mir sicher, er ist 21 Jahre alt und er hat noch locker zwei olympische Zyklen vor sich. Der wird daraus lernen und noch stärker zurückkommen", sagte der frühere Eiskunstläufer Daniel Weiss in der "ARD". Wenn Malinin das gelingt, geht er in die Sportgeschichte ein. Nicht als Eiskunstlauf-Gott, sondern als Mensch mit allen Stärken und Schwächen.
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(SID)
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"Wenn alles gut läuft, dann ...": Hase/Volodin blicken auf Kurzprogramm
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