Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin trotz verpasster EM-Titelverteidigung bereit für Olympia: "Beunruhigt uns nicht"

Minerva-Fabiennen Hase und Nikita Volodin haben die angepeilte Titelverteidigung bei der Europameisterschaft verpasst. Das deutsche Paar patzte im Finale und musste sich am Ende mit der Silbermedaille zufriedengeben. Der Fokus der beiden war aber schon vor der EM klar: Selbstvertrauen für Olympia sammeln. Die Gold-Hoffnungen lassen sich auch von den Fehlern in der Kür davon nicht abbringen.

Ein Patzer zu viel: Hase/Volodin verpassen Titelverteidigung

Quelle: Eurosport

Trotz Edelmetall um den Hals wollten Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin den Abend in Sheffield schnell hinter sich lassen.
"Wir sind nicht glücklich mit unserem Programm. Es war nicht die Kür, die wir uns vorgestellt hatten", sagte Hase nach dem verpatzten Paarlauf-Finale bei der Eiskunstlauf-EM: "Aber wir konnten zumindest die Silbermedaille retten. Und es hat uns Motivation für das Training bis Olympia gegeben."
Die misslungene Generalprobe soll auf dem Weg zum erhofften Coup bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo ein Dämpfer, aber kein Rückschlag gewesen sein. "Dass wir unseren Titel nicht verteidigen konnten, beunruhigt uns nicht", sagte Hase, die keinen guten Tag erwischt hatte.
Erst stürzte die 26-Jährige in der Kür zur Musik von Max Richter beim Wurf-Rittberger, anschließend auch noch bei der Schlusshebung. Ihre verschnupfte Nase sei dabei kein "Störfaktor" gewesen, eine leicht blutende Hautabschürfung "soll keine Ausrede sein", sagte Hase.

Hase/Volodin "fehlt die absolute Sicherheit"

Weil auch Volodin beim dreifachen Toeloop überdrehte, lagen die favorisierten Vizeweltmeister am Ende deutlich hinter den Georgiern Anastasia Metelkina/Luka Berulawa - aber zumindest knapp vor Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko aus Ungarn. Das zweite Berliner Duo Annika Hocke/Robert Kunkel rundete mit Rang vier das ordentliche Ergebnis für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ab.
"Unserem Paar fehlt aktuell ein bisschen die absolute Sicherheit, aber es ist trotzdem auf einem guten Weg", sagte DEU-Präsident Andreas Wagner über Hase/Volodin - und blickte bereits auf den Showdown am 15. und 16. Februar in der Milano Ice Skating Arena: "Prognosen sind sehr schwierig. Keines der Top-Paare marschiert so durch, bei allen gibt es mal eine Delle."

Traum von Olympia-Gold lebt

Um sich den Traum von einer Medaille oder sogar Gold erfüllen zu können, benötigen Hase/Volodin im Gegensatz zur EM sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür zwei fehlerfreie Vorstellungen. Neben den Georgiern Metelkina/Berulawa zählen die Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan sowie die Italiener Sara Conti/Niccolò Macii zu den größten Konkurrenten. Wegen einer Verletzung Contis fehlte das Paar bei der EM.
"Alle werden bis dahin hart trainieren, niemand wird chillen", sagte Hase, die sich mit Volodin in Berlin, Oberstdorf und dem Schweizer Bellinzona auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten wird. Bis zum Ende dieser Woche bleiben sie noch in Sheffield, wo sie am Sonntag beim Schaulaufen auftreten. Anschließend geht es am Montag weiter zur Olympia-Einkleidung nach München, ehe die entscheidenden Tage beginnen.
Keine Schaulaufen und Galas mehr, auch an den Programmen wird nichts mehr geändert, voller Fokus auf Olympia. "In Mailand wird es sechs bis sieben Paare auf ähnlichem Niveau geben. Das wird auch für das Publikum ein spannender Wettkampf sein", sagte Hase. Vor allem, so die EM-Zweite, werden am Ende "die Nerven eine wichtige Rolle spielen".
(SID)
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Trotz Sturz: Georgisches Duo sichert sich EM-Titel

Quelle: Eurosport


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