Olympia 2026 - Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollen Belohnung für langen Weg: "Das beste Geschenk"
Publiziert 14/02/2026 um 09:39 GMT+1 Uhr
Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin steigen am Sonntag in die Olympischen Winterspiele ein. Bereits vor Olympia gab es für die beiden Hürden, die sie gemeistert mussten. Über allem steht dabei der langwierige Prozess der Einbürgerung von Volodin. Eine Medaille soll als Belohnung für das Paar nun her. In welcher Farbe sie schimmert, sei egal, nach ganz oben wollen die beiden trotzdem greifen.
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Quelle: Eurosport
Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin knieten auf dem Eis und blickten einander tief in die Augen. Mit einer sanften Hebung richteten sich die deutschen Eiskunstläufer auf, dann folgten schwungvolle Schritte und spektakuläre Sprünge.
Im Training in der Milano Ice Skating Arena holten sich die Vize-Weltmeister das "olympische Gefühl". Am Sonntag, wenn die besten deutschen Paarläufer mit dem Kurzprogramm (ab 19:45 Uhr bei Eurosport und HBO Max) in die Winterspiele starten, beginnt ihre Medaillenmission.
Drei Jahre haben die Berliner gemeinsam auf diesen Moment hingearbeitet, seit Kindheitstagen von dieser Chance geträumt. "Es geht darum, dass wir unser Bestes geben. Wenn wir mit unserer Leistung zufrieden sind, spielt die Farbe der Medaille am Ende keine Rolle", sagte Hase.
Kandidaten für das Podest sind sie allemal. Im Januar 2025 hatte das Top-Duo der Deutschen Eislauf-Union (DEU) erstmals EM-Gold gewonnen und sich endgültig in der Weltspitze etabliert. Zwei Monate später liefen Hase/Volodin zu WM-Silber. Gold-Favorit sind sie nach einer mit Schwankungen verbundenen Olympiasaison, in der sie im Januar als Zweite den erneuten EM-Titel verpassten, nicht. Das gilt auch für das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel.
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Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollen bei den Olympischen Winterspielen eine Medaille
Fotocredit: Getty Images
Vier Wochen am Olympia-Feinschliff gearbeitet
Vier Wochen haben Hase/Volodin seit der EM am Olympia-Feinschliff gearbeitet, erst in Oberstdorf, dann nach einem Kurz-Abstecher nach Mailand in einem fünftägigen Trainingslager in der Schweiz. Es ging um Details. Perfektionisten finden schließlich immer Kleinigkeiten für Verbesserungen. "Ich denke, was das Training angeht, können wir nicht besser vorbereitet sein", sagte Hase: "Wir haben alles getan, was wir konnten."
Glaubt man ihrem Heimtrainer Knut Schubert, zeichnet gerade dieser Drang nach Perfektion die beiden aus. "Es ist ein Paar, das Spaß daran hat, sich zu schinden", sagte Schubert: "Sie gehen bis aufs Äußerste und auch darüber. Wenn sie das nicht hätten, wären sie auch in der Kürze der Zeit nicht da angekommen, wo sie jetzt sind."
Weg zu Olympia von Hase/Volodin voller Hürden
Viele Hürden haben Hase und Volodin auf dem Weg nach oben gemeistert. Der in Sankt Petersburg geborene Volodin besitzt erst seit August letzten Jahres den deutschen Pass, musste wegen der für die Olympia-Nominierung zwingend notwendigen
Einbürgerung unter anderem fleißig die neue Sprache lernen. In öffentlichen Auftritten legt Volodin wert darauf, Deutsch zu sprechen, wird dabei immer sicherer. "Ich habe mich gut integriert und fühle mich als Teil des Teams", sagte Volodin - eingekleidet in den Farben des Team D.
In den gemeinsamen drei Jahren mussten sich auch zwei Charaktere finden: Hase, die ihren Wunsch nach Struktur und Planung als "typisch deutsch" bezeichnet, traf auf "Freigeist" Volodin, der den Alltag als Profisportler mit einer größeren Unbekümmertheit in Angriff nimmt. Inzwischen haben sich beide angenähert - und profitieren von ihren Eigenheiten. "Ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen", sagte Hase.
Und doch gibt es Reibung. Sie seien, meint Chefcoach Dmitri Sawin, mitunter wie ein altes Ehepaar: "Sie können streiten, diskutieren, lachen." In Mailand wollen sie vor allem genießen. "Wir gehen mit der Einstellung an den Start, dass wir saubere Programme laufen wollen. Dann entscheiden die Preisrichter", sagte Hase. Für Volodin wäre es "das beste Geschenk", wenn "wir so laufen, wie wir es wollen und wie wir es können."
Mit etwas Glück glänzt das Geschenk in einer Medaillenfarbe.
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(SID)
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