Minerva-Fabienne Hase über mögliches Comeback russischer Athleten bei Olympia 2026 in Cortina: "Sollen ruhig kommen"

Paarläuferin Minerva-Fabienne Hase hat vor dem vom Eislauf-Weltverband ISU eingeleiteten Comeback der einstmals übermächtigen russischen Eiskunstläufer auf der internationalen Bühne keine Angst - im Gegenteil. "Die Russen sollen nur kommen, vielleicht bringt uns das sogar noch ein paar Körner mehr Motivation. Sie waren schon immer stark, aber auch nicht unbesiegbar", sagte sie.

Minerva Hase mit ihrem Partner Nikita Volodin

Fotocredit: Getty Images

Auf die Frage nach der möglichen Rückkehr der russischen Eiskunstläufer bei den Olympischen Spielen 2026 hatte Minerva-Fabienne Hase nur gewartet.
"Die sollen ruhig kommen, vielleicht bringt uns das sogar noch ein paar Körner mehr Motivation", sagte die alte und neue deutsche Paarlauf-Meisterin.
Selbstvertrauen besitzt Hase genug, daran änderte auch die mit Patzern gespickte Titelverteidigung in Oberstdorf wenig.
Denn es gab eine plausible Erklärung dafür: "Wir sind auf dem Zahnfleisch gekrochen, die Reserven waren aufgebraucht", sagte Hase.

Bei Hase/Volodin sind die Ansprüche gestiegen

Was sich für die zweimaligen Grand-Prix-Gewinner im neuen Jahr schon bei den Europameisterschaften Ende Januar in Tallinn wieder ändern soll. Dafür ist ab sofort Ruhe angesagt, für Körper und Geist.
"Wir gönnen uns jetzt ein paar Tage Entspannung", sagte die 25-Jährige: "Es wird gut tun, mal eine Zeit lang nicht über das Eiskunstlaufen nachzudenken."
Vor genau einem Jahr hatten sich Hase und ihr Partner Nikita Volodin bei den nationalen Titelkämpfen in Berlin noch so einigermaßen durchgemogelt, der Einbruch kam dann bei der EM - mit einem enttäuschenden fünften Platz.
"Das wird nicht wieder vorkommen", versprach die Studentin der Psychologie, denn seit der WM-Bronzemedaille im März in Montreal sind die Ansprüche des deutschen Top-Paares weiter gestiegen. Das Ziel sei ein EM-Platz auf dem Medaillentreppchen, "gerne auch ganz oben".

Hase: Russen "nicht unbesiegbar"

Die Konkurrenz fürchten sie nicht, auch wenn sie tatsächlich irgendwann wieder aus Russland kommen sollte.
"Die Russen waren schon immer stark, aber auch nicht unbesiegbar", sagte Hase, nachdem Nachrichten des Weltverbandes ISU in die DM im Allgäu geplatzt waren.
Die ISU will russische Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer als neutrale Athleten und unter weiteren Auflagen zur Olympia-Qualifikation zulassen. Die Tür für die Winterspiele 2026 in Mailand steht damit offen.

Volodin will deutsche Staatsbürgerschaft

Eine ganz andere Hürde gilt es für Hase und ihren Partner Volodin zu überwinden, um bei aller sportlichen Klasse sicher in Italien dabei zu sein.
Der Russe besitzt noch keinen deutschen Pass und muss weiter fleißig neben dem Eis an seinen Sprachkenntnissen arbeiten.
Der neue deutsche Einzelmeister Nikita Starostin (Dortmund) bekommt dagegen bereits im Januar die deutsche Staatsbürgerschaft.
Dumm nur, dass sein aktuelles Leistungsvermögen für ein Olympiaticket gar nicht ausreichen würde.

Die Hoffnungen der DEU ruhen auf Hase/Volodin

Viel mehr als europäisches Mittelmaß präsentierte in Oberstdorf auch die deutsche Meisterin Kristina Isaev aus Mannheim nicht.
Die Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan, die sich in ihrer Heimat zum vierten Mal nacheinander den Titel holten, würden sich bei der EM schon über eine Top-Ten-Platzierung freuen.
So bleiben Hase/Volodin die einzigen Medaillenhoffnungen der Deutschen Eislauf-Union (DEU), allerdings nur, wenn sie nach der Weihnachtspause bei der EM in Tallinn wieder bei Kräften sind.
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(SID)
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Figure Skating - Grand Prix Grenoble - Men - Llia Malinin

Quelle: Eurosport


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