Trotz Missbrauchsvorwürfen: Ehemaliger Eiskunstlaufpräsident verweigert Rücktritt aus französischem

Der frühere französische Eiskunstlaufpräsident Didier Gailhaguet weigert sich im Zuge des Missbrauchsskandals im Verband FFSG seinen Platz im nationalen olympischen Komitee (CNOSF) abzugeben.

Gailhaguet verweigert Rücktritt aus olympischem Komitee

Fotocredit: SID

"Ich habe beschlossen, nicht zurückzutreten und all diejenigen, die meinen Rücktritt fordern, bitte ich einfach um ein wenig Anstand", schrieb der 66-Jährige in einer Mail an die 40 Vorstandsmitglieder des CNOSF, die der französischen Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Gailhaguet stand mit einer zwischenzeitlichen Unterbrechung (2004 bis 2007) seit 1998 an der FFSG-Spitze, nach den aufgekommenen Missbrauchsvorwürfen innerhalb des Verbandes war er unter anderem nach Aufforderung von Sportministerin Roxana Maracineanu "aus Gründen der Beschwichtigung" im Februar zurückgetreten.
Trainer Gilles Beyer war damals beschuldigt worden, die ehemalige französische Paarläuferin Sarah Abitbol sexuell missbraucht zu haben. Der Coach hat dieses Fehlverhalten inzwischen in einer Erklärung zugegeben und die mittlerweile 44 Jahre alte frühere WM-Dritte um Entschuldigung gebeten. Neben Beyer wurden auch seine Trainerkollegen Jean-Roland Racle und Michel Lotz von anderen Läuferinnen beschuldigt, sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht zu haben.
Gailhaguet bestreitet weiter, die Beschuldigten geschützt zu haben. "Nein, ich habe offensichtlich nicht die Absicht, mich beschuldigen zu lassen, ohne die Gelegenheit zu haben, mich zu verteidigen", begründete Gailhaguet deshalb das Festhalten an seinem Posten: "Ich will nicht das wehrlose Opfer für die Fehlfunktionen der Regierung sein".
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