Eisschnelllauf: Claudia Pechstein läuft in Heerenveen auf das Podest

Claudia Pechstein lieferte beim Weltcup in Heerenveen ein fulminantes Rennen ab. Die fünfmalige Olympiasiegerin trumpfte im 5000-m-Rennen groß auf und belegte in 7:00,82 Minuten einen starken zweiten Platz. Die 44-Jährige musste sich nur Weltmeisterin und Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien/6:57,64) geschlagen geben. Dritte wurde die Niederländerin Melissa Wijfje (7:02,51).

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Claudia Pechstein schnappte sich eine Deutschland-Fahne und hielt die darauf festgehaltenen Grußworte auf ihrer Ehrenrunde lächelnd ins Publikum. "Bedankt! Ich liebe Thialf!", ließ die fünfmalige Olympiasiegerin die niederländischen Fans im Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen nach ihrem fulminanten zweiten Platz über 5000 m wissen - und erntete für den 110. Weltcup-Podestplatz ihrer Karriere lautstarken Applaus von den Rängen. Bente Kraus belegte als zweite deutsche Starterin in 7:07,44 Minuten den sechsten Rang.
Bei der Rückkehr in die nach mehrjähriger Modernisierung wiedereröffnete legendäre Eishalle "Thialf" hatte Pechstein zu alter Stärke zurückgefunden. "Ich bin überaus zufrieden. Mein Fokus lag hier auf den 5000 m, das ist meine Lieblingsstrecke. Es war ein schwieriges Rennen, aber ich konnte mich auf meine letzte Runde verlassen", sagte Pechstein, die auch bei der Einzelstrecken-WM in Südkorea im Februar "das Podium anstrebt". Auch Trainer Peter Mueller war zufrieden: "Das war ein typischer Pechstein-Lauf. Ich freue mich sehr für sie, Claudia hat in diesem Jahr sehr hart gearbeitet."

Pechstein nutzt Erfahrung

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein spielte auf dem Eis ihre ganze Erfahrung aus. Im direkten Duell mit Massenstart-Spezialistin Ivanie Blondin (Kanada) lief sie ein konstantes und gleichmäßiges Rennen. Fast traditionell schaffte es Pechstein dabei, zum Ende die letzten Kräfte zu mobilisieren und mit einer starken Schlussrunde (33,2 Sekunden) zu verblüffen.
Zum Vergleich: Der fast 20 Jahre jüngeren Blondin ging die Puste aus (36,3), nur Sablikova war auf den letzten 400 Metern schneller (32,7).
Pechstein, die auf der Einzelstrecke zuletzt vor rund zwei Jahren bei ihrem Sieg in Seoul (5000 m) das Treppchen im Weltcup erreicht hatte, sorgte für den zweiten deutschen Podestplatz des Weltcups in Heerenveen.
Bereits am Freitag waren die Frauen in der Teamverfolgung Zweite geworden - ohne Pechstein, die sich für die 5000 m schonte. Gabriele Hirschbichler, Roxanne Dufter und Isabell Ost hatten sich in 3:02,47 Minuten nur dem Trio aus Japan (2:59,51) geschlagen geben müssen.
Die deutschen Sprinter gingen dagegen leer aus. Die Brüder Nico und Denny Ihle belegten an der Seite von Joel Dufter im zweiten Teamsprint der Weltcup-Saison in 1:21,15 Minuten den fünften Platz. "Man sieht, dass beim vierten Weltcup die Frische weg ist, dass nicht nur wir müde werden", sagte Bundestrainer Jan van Veen. Die beste Zeit des Tages lief das US-Trio (1:19,97). Ihle, am Freitag Elfter über 500 m, ging am Sonntag noch über die 1000 m an den Start.
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