Trotz Leistungsverlustes rette Lukyanuk den zweiten Rang ins Ziel. Das reine Ford-Podium komplettierte Titelverteidiger Kajetan Kajetanowicz.
Zu Beginn des Schlusstages des vierten Saisonlaufs 2016 hatte der Russe Lukyanuk die Spitze von Kajetanowicz übernommen, weil den Polen ein Bruch der Antriebswelle zurückwarf. Anschließend beging Lukyanuk einen Fahrfehler, drehte sich und büßte die Hälfte seines Polsters auf Moura ein, der zwischenzeitlich auf Rang zwei vorgerückt war. Vor den drei abschließenden Prüfungen blieben ihm rund 25 Sekunden, doch der Schaden am Turbolader, wo ein Rohr brach, zerstörte alle Träume.
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Lukyanuk hatte das identische Problem beim EM-Lauf in Griechenland zu beklagen. Auf den Azoren wurde der Schaden auf der Strecke repariert, doch mehr als 40 Sekunden Zeitverlust waren zu viel gegen einen solide fahrenden Moura. Der spätere Sieger hatte genügend Reserven, um eine Attacke des Russen im vorletzten Abschnitt, mit der er den Rückstand fast halbierte, zu kontern. Moura entschied die Schlussetappe für sich, Lukyanuk schleppte sich mit einem Plattfuß ins Ziel.
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Für Moura, der von den Azoren stammt, war es ein ganz besonderer Erfolg, nachdem er die Rallye 15-mal erfolglos unter die Räder genommen hatte und sich 2013 sowie 2015 mit dem dritten Platz begnügen musste. "Mein Name wird in die Geschichte dieser Rallye eingehen und ich bin sehr, sehr glücklich", meint Moura, der der erste Lokalmatador seit 1971 ist, der die Inselrundfahrt für sich entscheidet. Für Ford und den Fiesta R5 war es der erste Dreifachsieg in der ERC überhaupt.
Es gab auf den Azoren einen weiteren Technikpechvögel: Ralfs Sirmacis (Skoda), der noch am Freitag ärgster Kajetanowicz-Verfolger war, musste mit gebrochener Lenkung die Segel streichen.

Die Top 10 nach Tag 2:

  • 1. Ricardo Moura (Ford) - 2:42:23,5 Stunden
  • 2. Alexey Lukyanuk (Ford) +26.8 Sekunden
  • 3. Kajetan Kajetanowicz (Ford) +3:23,0 Minuten
  • 4. David Botka (Citroen) +5:28,5
  • 5. Jaroslav Orsak (Ford) +5:34,1
  • 6. Pedro Meireles (Skoda) +5:44,1
  • 7. Luís Rego (Ford) +5:46,2
  • 8. Jose Pedro Fontes (Citroen) +6:17,9
  • 9. Ricardo Teodosio (Ford) +7:01,2
  • 10. Antonín Tlustak (Skoda) +7:30,7
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