Der Englische Fußballverband (FA), die Klubs und Spieler der Premier League kündigten zunächst den Boykott an, um Druck auf Twitter, Instagram und Facebook auszuüben. Diese sollen Missbräuche von Rassismus auf ihren Plattformen besser bekämpfen. Nahezu täglich werden Fälle von Rassismus von Profispielern gemeldet.
Der frühere Arsenal-Star Thierry Henry hatte im März angekündigt, dass er den Sozialen Medien den Rücken kehren werde, da "das schiere Volumen an rassistischen Kommentaren, Mobbing und die daraus resultierende psychische Folter für Einzelpersonen zu toxisch ist, um es zu ignorieren".
Henry erklärte auch, dass er künftig von den sozialen Medien fernbleiben würde, "bis die Verantwortlichen in der Lage sind, ihre Plattformen mit demselben Nachdruck zu regulieren, wie sie das bei Urheberrechtsverletzungen tun".
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Politik beschließt schrittweise Lockerungen im Breitensport
04/03/2021 AM 12:33
Am vergangenen Sonntag kündigten FA, Premier League, European Football League, die Super League der Frauen, PFA, LMA, PGMOL, Kick It Out und viele andere Organisationen ihr einheitliches Auftreten bei der Organisation des Boykotts an.
Der Zusammenschluss der Verbände gab folgende Erklärung ab:
"Als Kollektiv erkennt der Fußball die beträchtliche Reichweite und den Wert von Social Media für unseren Sport an. Sowohl die Konnektivität als auch der Zugang zu Fans, die im Mittelpunkt des Fußballs stehen, bleiben von entscheidender Bedeutung. Der Boykott zeigt jedoch, dass der englische Fußball zusammenkommt, um zu unterstreichen, dass Social-Media-Unternehmen künftig mehr tun müssen, um den Online-Hass abzuschaffen, und wie wichtig es ist, die Menschen im laufenden Kampf gegen Diskriminierung aufzuklären.
Eine isolierte Boykottaktion des Fußballs wird natürlich nicht die Geister des diskriminierenden Online-Missbrauchs vertreiben, aber sie wird zeigen, dass der Sport bereit ist, freiwillige und proaktive Schritte in diesem fortschreitenden Kampf zu unternehmen.
Diese Woche hat die Dynamik hinter dem Boykott zugenommen, und die Bewegung hat sich über den Sport hinaus verbreitet. Die Verbände LTA, Premiership Rugby, EZB und British Cycling haben sich allesamt zur Unterstützung des Fußballs zusammengeschlossen. Die UEFA signalisierte ebenfalls ihre Absicht, den Boykott zu beobachten, als erstes signifikantes Zeichen dafür, dass sich der Protest über die Grenzen Großbritanniens hinaus ausbreitet.
Eurosport steht zusammen mit anderen Sendern und Sportakteuren gegen Online-Hass. Wir schließen uns dem Boykott in England aus Solidarität mit den Betroffenen an und hoffen, dass sich die das Verhalten der Social-Media-Plattformbetreiber rasch ändert."
Unser Statement:
Eurosport wird sich in England der FA, der Premier League, der EFL, der PFA, der LMA, der PGMOL, der Kick It Out, der Frauen im Fußball, der FSA und anderen Sendern anschließen und sich von Freitag, 30. April, 15:00 Uhr bis Montag, 3. Mai, 23:59 Uhr zu einem Boykott gegen Social Media als Reaktion auf Rassismus und Diskriminierung hinzuweisen, den Spieler und viele andere im Zusammenhang mit Fußball online erdulden mussten. Dieser Boykott wird von der gesamten Sportgemeinschaft unterstützt, einschließlich von LTA, Premiership Rugby, British Cycling und der EZB. Während des Boykotts werden wir keine Sportinhalte auf unseren sozialen Plattformen veröffentlichen.
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