Kleines Team ganz groß: Hongkongs Aufstieg zum Topteam im Florettfechten
VonBeth Knox
Publiziert 12/07/2026 um 15:33 GMT+2 Uhr
Fechten – WM 2026 – Hongkongs Aufstieg zur Großmacht im Florett: Weltmeister, Olympiasieger, Juniorenweltmeister
International Fencing Federation
Fotocredit: Getty Images
Vom 22. bis 30. Juli 2026 steigt in Hongkong (China) die Weltmeisterschaft im Fechten. Die Augen der Gastgeber sind dann besonders auf den Florettwettbewerb der Männer gerichtet. Denn Hongkong, China, stellt in dieser Disziplin einen zweimaligen Olympiasieger, den amtierenden Weltmeister und den Junioren-Weltmeister.
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte bei den Sommerspielen 2021 in Tokio. Cheung Ka-Long sicherte sich, zum damaligen Zeitpunkt durchaus überraschend, die Goldmedaille. Im Finale bezwang er Daniele Garozzo aus Italien 15:11.
Doch dabei sollte es nicht bleiben. Drei Jahre später in Paris wiederholte der damals 27-Jährige den Coup. Erneut war der Finalgegner ein Italiener, diesmal hatte Filippo Macchi mit 14:15 das Nachsehen. Zwischen den beiden Olympiasiegen gab es noch jeweils Bronze für Cheung bei den Weltmeisterschaften 2022 in Kairo und 2023 in Mailand.
2025 bei den Titelkämpfen in Tiflis schlug die Stunde eines weiteren Vertreters aus Hongkong, China. Ryan Choi, zuvor immerhin bereits Silbermedaillengewinner bei den Asienspielen 2022, ließ im Finale dem Russen Kirill Bodocharev mit 15:9 keine Chance.
Und damit nicht genug: Mit dem erst 19-jährigen Lam Ho Long haben die WM-Ausrichter auch noch einen der größten Shootingstars der Szene. Vor wenigen Wochen sicherte er sich in Rio de Janeiro den Titel bei der Junioren-WM.
Kein Wunder, dass sich Hongkong, China, auch große Chancen im Teamwettbewerb ausrechnet. 2023 konnte die Mannschaft bereits die Bronzemedaille gewinnen.
Nicht zu unterschätzen ist zudem Kaylin Hsieh im Degenfechten der Frauen. Die zweimalige Siegerin der Welt-Universitätsspiele hat sich längst unter den besten 20 der Welt etabliert.
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