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Charles Leclerc erklärt: Jules Bianchi hätte ein Ferrari-Cockpit verdient gehabt
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Publiziert 24/04/2020 um 18:23 GMT+2 Uhr
Ferrari-Star Charles Leclerc ist der Meinung, dass der 2015 verstorbene Jules Bianchi ein Cockpit bei der Scuderia mehr verdient hätte als er selbst. "Jules hat in der Formel 1 gezeigt, was er zeigen musste. Da wäre definitiv noch viel mehr gegangen", meint der 22-jährige Monegasse. Bianchi verstab knapp neuneinhalb Monate nach einem Unfall beim Großen Preis von Japan 2014 in Suzuka.
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Daniel Ricciardo meinte kürzlich, Charles Leclerc bei Ferrari sei die "verspätete Version" des 2015 verstorbenen Jules Bianchi. Das scheint Leclerc selbst ähnlich zu sehen. Auch ihm ist aufgefallen, wie sehr sich die Laufbahnen von ihm und seinem Patenonkel Bianchi gleichen. "Darüber haben sich schon unsere Väter amüsiert", sagt Leclerc.
Der Monegasse erklärt: "Es war mitunter ziemlich seltsam, als wir beide noch Rennen fuhren. Denn jedes Mal, wenn er an einem Wochenende ein sehr schlechtes Rennen hatte, dann hatte ich am gleichen Wochenende auch ein sehr schlechtes Rennen."
Die Parallelen zwischen Leclerc und Bianchi gehen jedoch über die reine Leistung auf der Rennstrecke hinaus. Beide verbindet zum Beispiel Manager Nicholas Todt, der sowohl Leclerc als auch Bianchi in das Ferrari-Nachwuchsprogramm brachte. "Er wählte für uns beide mehr oder weniger den gleichen Weg", sagt Leclerc.
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Leclerc: Bianchi hätte Ferrari-Cockpit verdient
Er glaube nur: Im Direktvergleich würde Bianchi vorne liegen. "Er hatte unheimlich viel Talent", meint Leclerc und fügt hinzu. "Jules hat in der Formel 1 gezeigt, was er zeigen musste. Da wäre definitiv noch viel mehr gegangen. Ergebnisse wie in Monaco für Marussia [mit Platz neun und den einzigen Saisonpunkten] sprachen Bände über seine Fähigkeiten."
Bianchi hätte nicht nur "definitiv" einen Platz in der Formel 1 verdient gehabt, sondern auch ein Cockpit bei Ferrari. "Wahrscheinlich sogar noch mehr als ich", sagt Leclerc. Er sei sich "ziemlich sicher", dass "Jules wohl noch mehr gezeigt [hätte] als ich. Das Schicksal hatte aber leider andere Pläne für ihn."
In der Tat: Bianchi verunglückte beim Japan-Grand-Prix 2014 in Suzuka im Marussia schwer und zog sich Verletzungen zu, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb knapp ein halbes Jahr nach dem Unfall.
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