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Charles Leclerc und Carlos Sainz leiden unter Pleiten-Serie bei Ferrari - Ralf Schumacher ordnet Situation ein
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Publiziert 23/06/2023 um 22:51 GMT+2 Uhr
Die Formel-1-Saison 2023 haben sich die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz wohl anders vorgestellt. Anstelle einer Chance auf den Titelkampf gab es für das hochveranlagte Duo einmal mehr eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen. Ralf Schumacher ordnete die Situation bei der Scuderia ein und unterstrich, dass vor allem bei Leclerc mittlerweile "die Nerven blank liegen".
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
Mit Charles Leclerc und Carlos Sainz hat Ferrari zwei starke Fahrer - und seit 2022 ist auch das Auto einigermaßen konkurrenzfähig. Doch eine Serie von Pleiten, Pech und Pannen verhindert, dass das Team die Ergebnisse einfährt, die es eigentlich einfahren sollte. Und das nagt, beobachtete zumindest Formel-1-Experte Ralf Schumacher, inzwischen am Teamgefüge.
"Generell ist der Umgangston sehr rau", sagte Schumacher im Interview mit "Sky". Er bezog sich damit vor allem auf Leclerc, der in Barcelona rundenlang nichts mit seinem Renningenieur redete und am Boxenfunk zuletzt auch öfter mal laut wurde. Ein wütendes "Come on!" ist noch das Harmloseste, was Leclerc da als Unmutsbekundung einfiel.
"Die Fahrer schreien mehr als das Team", sagte Schumacher. "Die Frage ist: Wie finden die zusammen?" Der Experte rät Ferrari dazu, etwas zu unternehmen, um das "dringend zu ändern, sonst geht die Spirale weiter runter".
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Schumacher analysierte nicht ohne Augenzwinkern: "Jetzt ist Fred Vasseur gefragt. Er muss beide Fahrer und die Ingenieure mal in ein Camp holen, vielleicht zum Rafting, was weiß ich, dass man sich besser versteht."
Ist wirklich nur das Team schuld an der Misere?
Schumacher betonte aber, dass man nicht die ganze Schuld aufs Team schieben kann, sondern dass sich die Fahrer auch an die eigene Nase fassen müssen. Die machen "viele Fehler", sagte er in einem Interview mit "Formel1.de", und verwies auf "unnötige Unfälle, oder Sainz, der sich den Flügel kaputtfährt in Monaco, weil er zu nah auffährt".
Und: "Ich glaube, dass speziell bei Charles Leclerc die Nerven etwas blank liegen. Er ist unheimlich ehrgeizig, er möchte Rennen gewinnen. Max Verstappen fährt ihm da weg. Im letzten Jahr am Anfang also noch um die WM gefahren - und jetzt sind sie froh, wenn sie irgendwie mal vernünftig durchkommen und in die Punkte fahren."
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Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
"Da ist ein großer Frust und ich glaube, diesen Frust spürt man. Dann ist halt irgendwo die Frage als Fahrer, die ich mir stellen muss: Ordne ich mich da ein, bleibe ich konstruktiv und arbeite an den Dingen? Oder glaube ich nicht mehr dran, dass das Team es schafft? Dann müsste ich mir dann halt was anderes suchen."
Könnte Leclerc zu Aston Martin wechseln?
Zum Beispiel Aston Martin? In Kanada machten zwar Gerüchte die Runde, wonach zwischen Leclerc und Ferrari bereits Gespräche über eine Verlängerung des derzeit bis Ende 2024 laufenden Vertrags stattgefunden haben sollen.
Sollte das nichts werden, könnte Aston Martin für Leclerc "sicherlich eine Alternative" sein, meint Schumacher.
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