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Charles Leclerc warnt vor einem zu vollen Kalender und einer Übersättigung - "Mehr nicht!"
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Publiziert 24/08/2023 um 10:48 GMT+2 Uhr
Charles Leclerc ist der Nächste, der vor einem zu vollen Kalender und einer Übersättigung warnt. 24 Rennen wird die Königsklasse im kommenden Jahr austragen. Während China und Imola nach einer Zwangspause zurückkommen, drängen immer weitere Märkte wie Südafrika in die Formel 1. Doch für Leclerc ist die Grenze schon erreicht: "Mehr nicht!" ist seine Antwort auf den 24-Rennen-Kalender.
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
"Eine Seite von mir versteht das. Es ist nicht einfach, wenn man sich in die Lage der Formel 1 versetzt. Wir haben einen Sport, der boomt, und es ist toll, das zu haben. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir das haben", sagte er im exklusiven Interview mit "Autosport", einer Schwesterpublikation von "Motorsport-Total.com".
"Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass es an einem bestimmten Punkt einfach zu viel wird. Nicht für uns Fahrer, denn wir haben ein wirklich gutes Leben", sagte der Ferrari-Pilot. Stattdessen denkt er dabei an die restlichen Mitarbeiter der Teams.
"Ich denke, die Fahrer, die sich beschweren, sind sich wahrscheinlich nicht bewusst, dass die Mechaniker, die Ingenieure und die Logistiker drei Tage vor uns hier sind und zwei Tage danach wieder abreisen. Ich denke, für sie ist das schon eine ganze Menge."
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24 Rennen werden es aber wohl auch in den kommenden Jahren sein. Aktuell ist das die im Concorde-Agreement festgelegte Maximalzahl an Rennen, allerdings soll es ab 2026 eine neue Vereinbarung geben. Formel-1-Boss Stefano Domenicali hatte bereits angekündigt, dass er 24 Rennen für die Zukunft anvisiert.
Auch Verstappen äußert Kritik
Für Leclerc ist das langsam übertrieben, denn bei immer mehr Rennen verliert jedes einzelne seinen Reiz - ähnlich als würden die Olympischen Spiele in jedem Jahr stattfinden.
"Ich bin glücklich, wann immer ich im Auto sitze, aber ich denke, dass ein Grand Prix immer noch etwas Einzigartiges sein muss", betonte er. "Und ich habe das Gefühl, wenn man jedes Wochenende einen Grand Prix hat, dann verliert man wahrscheinlich ein wenig von diesem besonderen Gefühl, das man bei jedem Rennen hat."
Auch Weltmeister Max Verstappen hatte sich vor einigen Tagen in diese Richtung geäußert und den Weg der Formel 1 kritisiert: "Leute denken vielleicht: 'Er macht eine Menge Kohle, worüber beschwert der Kerl sich?' Aber es geht um dein Wohlbefinden, wie du Dinge erlebst und nicht darum, wie viel du verdienst!", sagte er gegenüber der niederländischen Zeitung "De Telegraaf".
"Manchmal habe ich zu viel zu tun und muss andere schöne Dinge absagen, und dann denke ich manchmal: 'Ist es das noch wert?'"
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