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Ferrari stellt klar: Keine Motivationsprobleme bei Charles Leclerc
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Publiziert 09/04/2023 um 15:17 GMT+2 Uhr
Charles Leclerc ist nach einem schwachen Saisonstart sichtlich enttäuscht. Aber Ferrari betont, dass es keine Motivationsprobleme bei seinem Spitzenfahrer gebe. Gleiches gelte auch für den zweiten Ferrari-Piloten Carlos Sainz. Auch der Spanier blickt auf einen bestenfalls durchwachsenen Auftakt. Die Stimmung sei "komplett beim Teufel gewesen", gesteht Scuderia Teamchef Frederic Vasseur.
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
Charles Leclerc macht einen niedergeschlagenen Eindruck, als er nach seinem Ausfall in Australien vor die TV-Kameras tritt. Und was er sagt, unterstreicht das Bild nur noch: Leclerc spricht von seinem "bisher schlechtesten Saisonauftakt" und von "frustrierenden" Wochen bei Ferrari, weil er in drei Rennen nur einmal ins Ziel gekommen ist. "Ich kenne nicht mal meine genaue Punktzahl", meint Leclerc.
Klingt so ein Formel-1-Fahrer, der bis in die Haarspitzen motiviert ist? Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur will solchen Aussagen nicht allzu viel Bedeutung beimessen und meint: "Wenn ein Fahrer 30 Sekunden nach dem Rennen befragt wird, dann ist er natürlich nicht zufrieden. Und ich wäre sehr frustriert, wenn er entspannt und happy damit umgehen würde."
Er habe nach den ersten drei Saisonrennen "absolut keinen Zweifel an Charles' Motivation", sagt Vasseur. "Natürlich: Der Saisonstart verlief ganz und gar nicht ideal. Wir hatten einen Ausfall in Bahrain, die Strafe in Saudi-Arabien und den erneuten Ausfall in Australien. Das war so nicht geplant. Aber: Die Motivation ist immer noch da."
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Auch Sainz wirkt bedient nach Australien
Gleiches gelte für Leclercs Ferrari-Teamkollegen Carlos Sainz, der in Australien ebenfalls ohne Punkte geblieben war. Auch Sainz wirkte mehr als bedient, als er vor die Mikrofone trat, konnte seine Enttäuschung über die Ereignisse und die späte Zeitstrafe im Rennen nicht verhehlen.
Oder wie es Vasseur ausdrückt: "Bei Carlos war die Stimmung komplett beim Teufel, wie man sich vielleicht vorstellen kann. Das hat man vielleicht am Funk gehört."
Er habe seinen Fahrer "am Sonntagabend etwas aufrichten" müssen, so der Ferrari-Teamchef. "Eine Stunde nach dem Rennen haben wir uns gut unterhalten. Carlos hat positiv darauf reagiert."
"Er sieht das Positive, dass wir einen echten Schritt in die richtige Richtung gemacht haben, auch wenn es aus unterschiedlichen Gründen keine Punkte für uns gab", meint Vasseur. "Und es kommen noch 20 Rennen. Wir müssen an die Zukunft denken."
Sainz und Leclerc sofort wieder im Simulator
"Am wichtigsten" aus seiner Sicht sei daher, sich sofort wieder an die Arbeit zu machen. Sainz habe noch in der Woche nach Australien Simulator-Arbeiten verrichtet, Leclerc komme in der folgenden Woche ebenfalls im Simulator zum Einsatz.
Vasseur versichert: "An der Motivation mangelt es nicht, nur die Ergebnisse entsprechen nicht den Erwartungen. Aber das wissen wir. Angesichts der Resultate ist die Stimmung aber sogar auf unglaublich gutem Niveau. Und ich genieße das Vertrauen von John [Elkann] und Benedetto [Vigna], auch das ist sehr positiv. Und wir arbeiten alle zusammen, um die Situation zu verbessern."
Und so stellt sich die Situation aus Ferrari-Sicht dar: In Australien hat das Team erstmals seit der Saison 2021 in einem Rennen keine WM-Punkte erzielt, steht nach drei Grands Prix mit 26 Punkten auf Platz vier der Konstrukteurswertung, wo Red Bull als Spitzenreiter bereits fast fünfmal so viele Punkte geholt hat. Vom WM-Titelkampf in der Formel 1 ist Traditionsteam Ferrari im Jahr 2023 also weit weg.
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