Valtteri Bottas tritt nach: Zu Sauber zu wechseln, war "ein Fehler" - Finne erstmals in der Formel 1 ohne Punkte
VonFelix Eck
Update 09/12/2024 um 10:25 GMT+1 Uhr
Valtteri Bottas ist mit seiner Zeit bei Sauber alles andere als zufrieden und macht das am Abgang von Frederic Vasseur fest. "Ich bin erleichtert, dass diese Phase meiner Karriere vorbei ist", sagt Valtteri Bottas nach seinem letzten Rennen für Sauber. Der Finne beendete zum ersten Mal in seiner Karriere eine Formel-1-Saison mit null Punkten und erlebte in Abu Dhabi ein Rennen zum Vergessen.
Bottas zeigt sich unzufrieden mit der Sauber-Saison
Fotocredit: Getty Images
Das Ende passte ein wenig zu seiner Saison, die von Enttäuschungen geprägt war, sodass Bottas im Nachhinein auch überraschend bitter auf seine drei Jahre in Hinwil blickt. Denn als er gebeten wird, seine Zeit im Team zu beschreiben, sagt er klipp und klar: "Es war ein Fehler."
Sein letztes Rennen für Sauber in Abu Dhabi endete mit zwei Kollisionen, zwei Strafen und einem Ausfall. "Aber das ist ja nicht die erste Enttäuschung."
Bottas hatte das Mercedes-Team nach der Saison 2021 verlassen und sich dem damals noch Alfa Romeo genannten Rennstall angeschlossen, obwohl er laut eigener Aussage zu dem Zeitpunkt "Millionen" von Möglichkeiten gehabt haben will.
Doch vor allem der damalige Teamchef Frederic Vasseur, für den Bottas auch schon in Nachwuchsserien gefahren war, hatte den Finnen vom Wechsel nach Hinwil überzeugt. "Es gab einen klaren Plan für Ziele in diesen drei Jahren und wie wir diese erreichen wollten", sagt er. "Aber diese Pläne wanderten in die Tonne, als er ging."
Bottas: Audi hält Versprechen nicht ein
Denn nach einem relativ guten ersten Jahr mit 55 Punkten und dem sechsten WM-Rang ging es laut Bottas abwärts. Vasseur widerstand den Verlockungen Ferraris nicht und schloss sich der Scuderia an - für Bottas eine "Enttäuschung", wie er sagt. "Wir hatten ein gutes Verhältnis und wie gesagt klare Ziele. Und das hat eine Menge verändert."
Einen Vorwurf macht er seinem früheren Chef aber nicht: "Wenn du als Teamchef eine Chance hast, zu Ferrari zu gehen, dann gehst du", weiß Bottas.
Bottas blieb für 2023 an Bord und nahm auch sein drittes Vertragsjahr wahr, weil die Aussicht auf ein Werkscockpit bei Audi lockte. "Als Audi bestätigt wurde, wurde mir immer gesagt, dass ich eine der Säulen des Projekts sein würde", sagt der Finne. "Aber das ist nicht passiert."
Stattdessen setzt Sauber im kommenden Jahr auf Formel-2-Meister Gabriel Bortoleto an der Seite von Nico Hülkenberg, sodass sich Bottas nach einer anderen Option umsehen muss.
Bottas Zukunft im nächsten Jahr offen
"Man kann einfach nicht in die Zukunft schauen", sagt er über seinen damaligen Wechsel. "Es ist, wie es ist. Ich muss einfach sicherstellen, dass der nächste Wechsel ein guter sein wird. Hoffentlich werden bessere Zeiten kommen."
Bottas selbst hofft natürlich noch, dass er 2026 wieder den Weg zurück in den Grid finden kann. "Das ist das Ziel, und ich denke, dass es Möglichkeiten geben wird. Aber dafür muss ich weiter fahren und sicherstellen, dass ich einige Test bekomme und involviert bin."
Eine Rolle als dritter Fahrer bei Mercedes wird ihm nachgesagt, doch noch ist seine Zukunft ungeklärt - aber vielleicht nicht mehr lange. Eine Ankündigung könnte laut ihm "vielleicht nächste Woche" erfolgen. "Aber zuerst muss ich etwas unterschreiben."
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