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GP von Aserbaidschan: Charles Leclerc erobert Pole Position - Ferrari landet Überraschungs-Coup in Baku
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Publiziert 28/04/2023 um 16:34 GMT+2 Uhr
Charles Leclerc hat sich seine erste Pole Position in der Formel-1-Saison 2023 gesichert. Der Monegasse verwies in den engen Straßen von Baku (Aserbaidschan) die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen (+0,188 Sekunden) und Sergio Pérez (+0,292) auf die Plätze. Bevor es am Sonntag im vierten Rennen um den Sieg geht, stehen am Samstag noch Sprint Shootout und Sprintrennen auf dem Programm.
Charles Leclerc (Ferrari) in Baku
Fotocredit: Getty Images
Charles Leclerc kriegte das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.
"Wir sind hergekommen und haben gedacht, es wird ein tolles Wochenende, wenn wir vor Aston Martin und Mercedes landen, und jetzt stehe ich auf der Pole", sagte der Ferrari-Star, der sich die Top-Position auf dem herausfordernden Stadtkurs von Baku zum dritten Mal in Folge sicherte: "Ich bin überrascht und natürlich auch sehr zufrieden."
Ein paar Meter neben ihm stand Max Verstappen, und auch Red Bulls Weltmeister schien bester Laune zu sein. Zwar hatte er es nicht mehr geschafft, die Bestzeit von Leclerc zu kontern, beim Start am Sonntag (ab 13:00 Uhr im Liveticker) steht er als Zweiter aber immerhin neben dem Monegassen in der ersten Reihe.
"Ich muss ja dann nur ein Auto überholen", stellte Verstappen fest, räumte allerdings ein: "Es ist ganz leicht, hier einen Fehler zu machen." Sergio Pérez im zweiten Red Bull und Leclercs spanischer Teamkollege Carlos Sainz folgen auf den Plätzen drei und vier.
Wechsel zu Mercedes? Wolff äußert sich zu Leclerc-Gerücht
Dahinter betrieb Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton als Fünfter Schadensbegrenzung für Mercedes, nachdem sein britischer Landsmann George Russell in Q2 ausgeschieden war.
"Ich mache mir schon ein bisschen Sorgen für Monaco", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei "Sky". "In den kurvigen Sektoren waren wir komplett hinten dran." Ob er etwas Positives gesehen habe? "Nein, gar nicht, wir sind neun Zehntel hinter der Pole Position."
Hartnäckig halten sich in Baku Gerüchte über einen Wechsel von Leclerc, der angeblich im nächsten Jahr bei Mercedes das Cockpit von Lewis Hamilton übernehmen soll.
Nachdem er selbst mehrfach dementiert hatte, winkte nun auch Wolff ab: "Ich habe nicht ein einziges Gespräch mit Charles geführt, nur am Flughafen mit ihm darüber diskutiert, ob wir zu Starbucks gehen oder nicht. Wir sind mit Lewis seit zehn Jahren unterwegs, daran wird sich auch nichts ändern."
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Mercedes-Chef Toto Wolff
Fotocredit: Getty Images
Neues Sprintformat feiert in Baku Premiere
Haas-Pilot Nico Hülkenberg kam im vierten Qualifying der Saison erstmals nicht über Q1 hinaus, zuvor hatte er dreimal die Top Ten erreicht. Der gebürtige Emmericher belegte Rang 17 und lag damit einen Platz vor seinem Teamkollegen Kevin Magnussen (Dänemark).
"Es war nicht so einfach, nach zwei roten Flaggen den Rhythmus zu finden", sagte Hülkenberg am Sky-Mikrofon: "Das ist aber keine Entschuldigung, meine Runden waren nicht ganz sauber, da wäre aber mehr drin gewesen."
Am Samstag steht den Piloten um Pole-Setter Leclerc ein neues Format bevor. Das Sprint Shootout (ab 10:30 Uhr im Liveticker) feiert seine Premiere und soll die Startaufstellung für das darauffolgende Sprintrennen (ab 15:30 Uhr im Liveticker) festlegen.
Der bestens gelaunte Weltmeister brach die Diskussion auf eine simple Formel herunter. "Am Ende geht es doch nur darum, die schnellste Runde zu fahren und im Rennen vorne zu sein", sagte Max Verstappen. Formel 1 kann so einfach sein.
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(mit SID)
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