Eurosport
GP von Baku: Max Verstappen kritisiert Team nach verpasstem Sieg - Weltmeister hadert mit Safety-Car-Pech
Von
Publiziert 30/04/2023 um 21:18 GMT+2 Uhr
Max Verstappen hat beim Grand Prix von Aserbaidschan seinen dritten Saisonsieg verpasst. Im Anschluss an das Rennen machte der amtierende Weltmeister diese Enttäuschung vor allem an seinem Pech mit der frühen Safety-Car-Phase fest. Dabei nahm Verstappen sein Team in die Pflicht: "Das muss man sich ansehen, denn natürlich hat das mein Rennen danach beeinträchtigt."
Max Verstappen beim Grand Prix von Aserbaidschan
Fotocredit: Getty Images
Doppeltes Podium, aber kein Lächeln. Max Verstappen verlässt Aserbaidschan mit einem dritten Platz im Sprint und einem zweiten Platz im Hauptrennen am Sonntag, eine Ausbeute, die den Weltmeister, der immer auf den Sieg aus ist, nicht ganz zufrieden stellen kann.
Der Niederländer hatte zunächst vom zweiten Startplatz die Führung übernommen, indem er Charles Leclerc, der von der Pole gestartet war, nach wenigen Runden überholte. Der Red-Bull-Pilot musste dann beim Boxenstopp, der kurz vor dem Eintreffen des Safety-Cars stattfand, die erste Position wieder abgeben.
Es war ein schwieriges strategisches Dilemma, denn als Nyck de Vries in die Mauer fuhr und eine Gelbphase auslöste, hatte Verstappen Kurve 15 noch nicht erreicht.
Es ist möglich, dass das Team versuchte, den Boxenstopp in der Hoffnung, dass das Safety-Car in Kürze eintreffen würde, vorzuverlegen, aber das kostete Verstappen die Führung und auch seine beste Chance auf einen Sieg.
Verstappen nimmt Team in die Pflicht
Denn so fand der Reifenwechsel nur unter gelben Flaggen statt, während der Rest des Feldes eine Runde später unter einem vollen Safety-Car an die Box gehen konnte, was deutlich weniger Zeit kostet. Nach der heißen Phase verlor der Niederländer die Führung und war nur noch Dritter hinter Leclerc.
"Ich denke, der Safety-Car-Einsatz war etwas unglücklich", sagt Verstappen. "Dann musste ich wieder pushen, ich habe versucht, sehr nahe [an Pérez] dran zu bleiben, um in das DRS zu kommen. Aber ich glaube, die Reifen überhitzten ein wenig", erklärte er.
Gleichzeitig betonte er jedoch, dass sich sein Team die Entscheidung, schon unter gelben Flaggen an die Box zu kommen, noch einmal überprüfen muss: "Ich habe gesehen, dass ein Auto angehalten hat, und dachte, er hätte sich vielleicht nur verbremst", fügt er hinzu.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/04/29/3694225.jpg)
Red-Bull-Pilot Max Verstappen auf den Straßen von Baku
Fotocredit: Getty Images
"Im Nachhinein kann ich das nicht sehen, aber es ist etwas, das man überprüfen muss. Ich meine, man konnte deutlich sehen, dass ein Rad beschädigt war, und es sah so aus, als ob er das Auto sowieso nicht zurück an die Box fahren würde, selbst wenn er es zurückgedreht hätte. Das muss man sich ansehen, denn natürlich hat das mein Rennen danach beeinträchtigt."
"Man sieht es auf dem Bildschirm, aber man kann nicht im Detail sehen, ob das Rad richtig mit dem Auto verbunden ist. Ich meine, natürlich hat das Team da ein bisschen mehr Überblick. Aber wie ich schon sagte, wir werden uns das ansehen, wenn wir etwas anders hätten machen können. Ich weiß auch nicht, wann genau die Aufforderung zum Boxenstopp kam, also ist es im Moment etwas schwierig zu sagen."
Falsches Setting kostete Verstappen drei Zehntel
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko betonte, dass Verstappen sein volles Potenzial nicht entfalten konnte.
"Max hatte Pech mit dem Safety-Car und musste mit seiner Autoadjustierung bis zum Schluss herumprobieren, um das Optimum herauszuholen", sagte der Österreicher. "Er hat dann das Tempo von Sergio gehen können."
"Wenn ich mich richtig erinnere, hat [Max] hauptsächlich in Kurve acht drei Zehntel verloren. Und erst zum Schluss ist mit Settingsänderungen das Auto so gewesen, dass er zufrieden und auch schnell war. Aber Max ist einfach nicht rangekommen an Sergio."
Verstappen nimmt's gelassen: "Man kann nicht immer perfekt sein"
Obwohl wir erst am Anfang der Weltmeisterschaft stehen, ist Pérez in der Gesamtwertung bis auf sechs Punkte herangekommen.
Der Mexikaner glaubt und ist sich sicher, dass er um die Weltmeisterschaft kämpfen kann, während Verstappen Gelassenheit predigt und weiß, dass jedes Rennen eine Geschichte für sich ist.
"Wir wissen, dass die Saison sehr lang ist. Und wie ich schon sagte, lerne ich immer noch eine Menge Dinge: Baku ist ganz anders als Miami, und Miami wird wieder ganz anders sein als die anderen Strecken, auf denen wir fahren. Aber ja, man lernt weiter. Man kann nicht die ganze Zeit perfekt sein. Ich denke, es gibt immer Tage, an denen man lernen kann", fügt der amtierende Weltmeister hinzu."
Das könnte Dich auch interessieren: Verstappen kritisiert das Sprintformat: "Alles bloß reine Show"
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung