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Formel 1: Charles Leclerc gewinnt Qualifying in Baku - Ferrari holt Pole Position zum GP Aserbaidschan
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Update 14/09/2024 um 20:16 GMT+2 Uhr
McLaren-Pilot Lando Norris hat bei der Jagd auf Max Verstappen einen bösen Rückschlag erlitten und droht in Baku wertvollen Boden auf den Formel-1-Weltmeister zu verlieren. Norris scheiterte im Qualifying zum Großen Preis von Aserbaidschan bereits früh und wird am Sonntag (13:00 Uhr im Liveticker) nur von Rang 17 starten, selbst der kriselnde Verstappen im Red Bull steht als Sechster besser da.
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
Die Pole Position sicherte sich am Samstag Charles Leclerc im Ferrari, zum vierten Mal in Serie startet der Monegasse in Baku ganz vorne.
Hinter Leclerc stehen am Sonntag Norris' Teamkollege Oscar Piastri, der zeigte was mit dem McLaren möglich war, und Carlos Sainz im zweiten Ferrari. Sergio Perez im Red Bull war als Vierter zudem schneller als Teamkollege Verstappen.
Norris mit bösem Patzer
Lando Norris hatte längst den Helm ausgezogen, saugte enttäuscht an seiner Trinkflasche und verfolgte am Bildschirm, was die Konkurrenz auf dem rasend schnellen Stadtkurs in Baku so trieb. Max Verstappen indes warf diese große Chance mit einem groben Fahrfehler weg - schon wieder schlüpfte keiner der beiden Titelrivalen in die Hauptrolle der Formel 1.
Stattdessen schrieb Charles Leclerc seine ziemlich besondere Geschichte in Aserbaidschan fort: Zum vierten mal in Folge steht der Ferrari-Pilot beim Straßenrennen auf der Pole Position.
Eine "Lieblingsstrecke" sei Baku für ihn, sagte Leclerc später, "alles hat sich gut angefühlt, das ist wundervoll." Überhaupt war es ein großer Samstag für Ferrari. Hinter McLaren-Pilot Oscar Piastri steht Carlos Sainz auf Rang drei, die Scuderia hat ihre Autos für den Rennstart in hervorragende Positionen gebracht. "Das ist fast das Beste, worauf wir hoffen konnten", sagte Leclerc, denn beide Autos stehen damit auf der Seite der Strecke, die auf den ersten Metern mehr Grip bietet.
Verstappen mit Quersteher
Die beiden Titelkandidaten hatten weniger gute Laune. Norris war im McLaren als 17. bereits im ersten Qualifying-Abschnitt gescheitert, profitierte aber anschließend immerhin noch von der Disqualifikation Pierre Gaslys.
Da der Alpine des Franzosen das erlaubte Limit für den Benzindurchfluss überschritten hatte, wurde Gasly, der in der Zeitenjagd den 13. Platz belegt hatte, aus der Ergebnisliste gestrichen. Somit startet Norris von Rang 16.
Verstappen lag lange viel besser im Rennen, verpatzte aber seine vielversprechende Runde dann mit einem Quersteher: Der WM-Spitzenreiter geht bloß von Rang sechs ins Rennen am Sonntag (13:00 Uhr im Liveticker).
Der Verlierer des Tages ist allerdings zweifellos Norris. Bei seinem ersten Versuch hatte er keine besonders schnelle Runde gedreht und alles auf den zweiten Versuch ausgelegt - bei diesem wurde er dann aber durch eine gelbe Flagge ausgebremst: Ein Konkurrent vor ihm war wegen eines Reifendefekts langsam unterwegs, Norris musste abbremsen.
Ferrari will von WM nichts wissen
"Ich habe auf die zweite Runde gesetzt und musste dann vom Gas gehen", sagte Norris bei "Sky": "Es ist frustrierend, aber ich kann es nicht mehr ändern. Ich muss am Sonntag auf Ungewöhnliches hoffen. Es wird ein langes Rennen, das Auto ist schnell."
Überholen ist auf dem ungewöhnlichen Stadtkurs keine größere Schwierigkeit, die Vollgaspassage vor dem Ziel ist zwei Kilometer lang und breit wie eine Landebahn - allerdings kann davon auch Verstappen mit der deutlich besseren Ausgangsposition profitieren.
Nach dem sehr schwachen Auftritt zuletzt in Monza präsentiert sich Red Bull in Baku verbessert, Motorsportberater Helmut Marko schaut sogar wieder nach vorne.
"Wir sind hier in Baku, du kannst überholen, unsere Longruns sahen gut aus", sagte er: "Wir haben hier eine gute Möglichkeit, ich glaube, dass wir das Podium sicher erreichen können." Dies gelte vor allem auch mit Blick auf Sergio Perez, der als Vierter startet.
Den erhofften Druck auf Verstappen wird Norris, derzeit 62 Punkte hinter dem Weltmeister, im Normalfall nicht aufbauen können. Für den WM-Dritten Leclerc, 86 Punkte zurück, lohnt sich das Rechnen trotz der Pole Position und trotz seines jüngsten Sieges in Monza noch nicht. "Es wäre ein Fehler, jetzt darüber nachzudenken", sagte Ferrari-Teamchef Fred Vasseur.
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(SID)
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