Motorsport-Total.com
Formel 1: "Völlig unnötig!": Red Bull gibt Carlos Sainz die Schuld für Crash mit Sérgio Perez beim Grand Prix in Baku
Von
Publiziert 15/09/2024 um 22:26 GMT+2 Uhr
Red Bull sieht in Carlos Sainz den Schuldigen für den Unfall mit Sergio Perez: Zog der Spanier auf der Geraden zu weit nach links? Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko kritisierte den Ferrari-Piloten scharf. Er habe eine "abrupte Bewegung" gemacht. Beide Fahrer hätten beim Großen Preis von Aserbaidschan auf das Podium fahren können, doch sie crashten in der vorletzten Runde.
Carlos Sainz und Sérgio Perez crashten kurz vor Ende in Baku.
Fotocredit: Getty Images
Beide beschleunigten aus Kurve zwei heraus, als sich die Räder der beiden berührten und beide nach links in die Mauer abbogen. Die Schuldfrage ist aktuell noch unklar, weil beide erst noch bei der Rennleitung vorsprechen müssen, doch Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko sieht eher Sainz in der Täterrolle.
"Ich sehe da bei Sainz eine eher abrupte Bewegung nach links, die dann diesen Crash ausgelöst hat", sagte er bei "Sky" und bestätigt seine Aussagen bei "ServusTV", wo er meinte, Sainz sei Perez "völlig unmotiviert" ins Auto gefahren.
"Es war eine Gerade, es gab keinen Grund, da so abrupt nach links zu ziehen", so der Österreicher.
Das sieht auch Teamchef Christian Horner so: "Ich habe mir gerade die Wiederholung angeschaut und man kann sehen, dass Carlos anfängt, über die Strecke zu driften. Das ist sehr enttäuschend", sagt der Brite, der findet, dass Perez heute "deutlich mehr verdient" habe.
Sainz verteidigt sich
Sainz selbst verteidigt die Fahrweise aus seiner Sicht: "Ich bin meine normale Rennlinie gefahren, ich habe kein seltsames Manöver oder so gemacht", stellt der Spanier klar und sagt, dass die Fahrer nach Kurve zwei immer ein wenig nach links lenken würden.
"Ich weiß nicht, Checo entscheidet sich wohl, keine Bewegung zu machen oder keinen Platz zu lassen, aber es ist zu früh, um das zu sagen", meint der Ferrari-Pilot.
Beide Fahrer hatten gute Chancen auf einen Podestplatz. Kurz vor dem Unfall hatte Perez auf der Start-Ziel-Geraden den zweitplatzierten Leclerc angegriffen, der sich aber auf der Innenbahn noch einmal hart wehren konnte.
Der Zweikampf verschaffte Sainz die Möglichkeit, in Kurve eins an Perez vorbeizuziehen und beinahe auch seinen Teamkollegen anzugreifen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/09/15/image-b4443849-ad1a-4e0b-b55c-754f64393055.jpeg)
Sergio Perez (l.) und Carlos Sainz in Monza.
Fotocredit: Getty Images
Schumacher gibt beiden Teilschuld
Statt eines Podestplatzes - es wäre Perez' erster seit April gewesen - gab es für beide eine Nullnummer. "Das war völlig unnötig, zwei Runden vor Schluss sowas zu provozieren", ärgert sich Marko.
"Sky"-Experte Ralf Schumacher nahm beide Piloten in die Pflicht. "Ich sage Not gegen Elend", sagte er. Solch ein Ende kurz vor Schluss müsse für Piloten mit dieser Erfahrung nicht sein. "Da muss man die Punkte halt mitnehmen."
"Er hätte heute mindestens auf dem Podium stehen sollen", ärgert sich auch Horner für Perez. "Das hat das Rennen von Checo heute zerstört, uns eine Menge Schaden eingebracht und natürlich viele Punkte in der Konstrukteursmeisterschaft gekostet."
McLaren ist in Baku in der Konstrukteurs-WM an Red Bull vorbeigezogen.
Das könnte Dich auch interessieren: "Wie ein Go-Kart": Verstappen motzt über seinen Red Bull
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/09/10/4038861-81914868-2560-1440.png)
"Viele Angebote": Newey erklärt Entscheidung für Aston Martin
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung