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Formel 1 GP Australien: Max Verstappen rast in Melbourne zur Pole - Sergio Pérez erlebt Debakel
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Publiziert 01/04/2023 um 08:14 GMT+2 Uhr
Weltmeister Max Verstappen (Niederlande) hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Australien gesichert. Der Red-Bull-Star verwies im Albert Park von Melbourne die Mercedes-Piloten George Russell und Rekordchampion Lewis Hamilton (beide England) auf die Plätze und geht zum 22. Mal in der Königsklasse von Startplatz eins in ein Rennen. Nico Hülkenberg belegte im Haas Rang zehn.
Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Max Verstappen schaute nach links, er schaute nach rechts - und grinste. "Schon ein bisschen überrascht" sei er über seine Gesellschaft, sagte der Weltmeister. Nicht sein Teamrivale Sergio Perez und auch nicht der wiedererstarkte Fernando Alonso flankierten den Pole-Setter bei der Pressekonferenz der Top Drei. Nein, Mercedes hat nach missratenem Saisonstart eine Wiederauferstehung gefeiert - zumindest im Qualifying von Melbourne.
"Das ist absolut unerwartet. Es fühlt sich toll an", freute sich Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der hinter seinem Teamkollegen George Russell von Startplatz drei ins dritte Saisonrennen am Sonntag (7.00 Uhr MESZ/Sky) gehen wird. Und die Hoffnung nach ganz vorne zu fahren, sie lebt. "Wir sind zu zweit gegen nur einen Red Bull", hielt Hamilton fest.
Tatsächlich rahmt der als unschlagbar geltende Weltmeisterrennstall die Startaufstellung ein. Verstappens Teamkollege Sergio Perez, vor zwei Wochen noch Sieger in Saudi-Arabien und WM-Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf den Niederländer, hatte nämlich massive Probleme mit der Motoreinstellung. Nach einem Ausritt ins Kiesbett im ersten Qualifying-Abschnitt muss Perez vom letzten Platz starten.
Der Mexikaner und Verstappen haben ein angespanntes Verhältnis, Perez' Zukunft im Team gilt trotz Vertrags bis 2024 als offen. Das Qualifying in Melbourne hat sein Standing sicher nicht verbessert. Perez "in die Punkte zu bringen, wird schon schwer genug", wetterte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko am Sky-Mikrofon: "Er war verunsichert, ungestüm, hatte kalte Reifen."
Hamilton mit Kampfansage: "Red Bull ärgern"
Alonso ist deutlich näher dran, der Spanier lauert im starken Aston Martin neben Hamilton von Startplatz vier auf ein weiteres Podium. Doch Mercedes will die gute Ausgangsposition nicht herschenken. Der schnelle Stadtkurs in Melbourne liege dem W14, der schon als Fehlkonstruktion gescholten wurde, meinte Hamilton und ergänzte: "Ich hoffe, dass wir Red Bull ein wenig ärgern können."
Chancen gebe es wohl am ehesten "beim Start und in der ersten Runde", prognostizierte Russell. Später im Rennen ist Überholen im Albert Park schwierig, wie die Vergangenheit gezeigt hat.
Zumindest noch ein bisschen nach vorne will Nico Hülkenberg kommen. Der gebürtige Emmericher stellte den Haas auch im dritten Qualifying des Jahres auf Startplatz zehn, erneut stach er damit seinen Teamkollegen Kevin Magnussen aus. "Das Auto macht was ich will. Punkte sind realistisch", freute sich der Deutsche.
Vettel letzter Red-Bull-Sieger
Red Bull hat Größeres vor, das Team will endlich seine Durststrecke in Melbourne beenden, der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2011 durch Sebastian Vettel. Auch Verstappen hat mit dem Kurs unweit des St. Kilda Beach noch eine Rechnung offen. Sein bislang bestes Ergebnis ist der dritte Rang aus dem Jahr 2019. Das ist wenig für einen zweimaligen Weltmeister und Sieger von 36 Grand Prix.
"Ich war hier schon mal auf dem Podium", sagte der 25-Jährige: "Aber diesmal will ich auf einem anderen Treppchen stehen."
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(SID)
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Karriereende? Hamilton will "ein wenig länger bleiben"
Quelle: Eurosport
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