Für Günther Steiner ist das aber kein Problem. "Man muss ja nicht Freund sein, man muss sich nur respektieren. Was ja schon ein sehr guter Startpunkt ist, von dem man ausgehen kann", sagte der 55-Jährige.
Zudem findet Steiner, dass das Image seines Fahrers Nikita Mazepin in der Öffentlichkeit schlechter ist, als es der wahren Persönlichkeit des 22-jährigen Russen entspricht: "Der 'Bad Boy' aus Russland ist gar nicht so bad, wie er sich anhört", relativierte der Teamchef.
Mazepins öffentliches Ansehen hat spätestens mit der Instagram-Grapschaffäre, die besonders auf Social Media heiß diskutiert wurde und zum Hashtag #WeSayNoToMazepin geführt hat, schweren Schaden genommen. Steiner wolle zwar einerseits "nichts schönreden", sagte er, aber: Mazepin werde "schlimmer gemacht, als er wirklich ist".
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Der Erzählung vom "good Guy" aus Deutschland und dem "bad Boy" aus Russland, die von den Medien teilweise propagiert wird, kann der Haas-Teamchef aber zumindest nachvollziehen: "Mick ist der perfekte Schwiegersohn: nett, arbeitet hart, fleißig. Nikita ist glaube ich ein bisschen emotionaler. [...] Er ist mehr der Angreifer, direkter als Mick."
Steiner sieht diese charakterlichen Unterschiede zwischen seinen beiden Piloten nicht nur abseits der Rennstrecke, sondern "auch beim Fahren", weswegen er davon ausgeht, "eine gute Kombination" in seinen Cockpits zu haben: einerseits Schumacher, den besonnenen Dauerlerner, andererseits Masepin, den emotionalen Draufgänger.
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