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Formel 1 in Spa: Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen und Max Verstappen kollidieren, Niki Lauda wettert
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Publiziert 28/08/2016 um 14:27 GMT+2 Uhr
Knalleffekt beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps: Am Start kollidierten die beiden Ferrari von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen, der Deutsche drehte sich, auch sein Teamkollege fiel weit zurück und musste zu Reparaturarbeiten an die Box. Ebenfalls am Crash beteiligt war Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Für eine weitere Aktion gegen Räikkönen gab's verbale Prügel aus der Formel 1.
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Das Formel-1-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps begann packend und endete mit heftigen Debatten rund um Max Verstappen - wieder einmal. Der 18-jährige Teenager war sich jedoch keiner Schuld bewusst - wieder einmal…
Der Reihe nach: Zunächst erlebte Ferrari das größte anzunehmende Debakel, als sich die gut gestarteten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen in der ersten Kurve zu nahe kamen. Verstappen "half" mit.
Vettel zog dabei von der Außenbahn in Räikkönens Fahrspur, diesem mangelte es an Raum, weil zu seiner Rechten plötzlich der drängelnde Verstappen auftauchte. Eine Kettenreaktion innerhalb weniger Zehntelsekunden.
Der Red-Bull-Pilot löste sich erst träge aus dem Stand, glaubte aber in der La-Source-Haarnadel eine Lücke zu erspähen und stoch in selbige hinein; keine gute Idee. Verstappen trug einen defekten Frontflügel davon, viele Beobachter sahen die Hauptlast bei ihm. "Vettel hat eingelenkt, und ich hatte keinen Platz mehr. Da habe ich nichts falsch gemacht", verteidigte er sich.
Vettel über Verstappen: "Konnte nicht funktionieren"
Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda aber fuhr bei RTL aus der Haut:
Vettel erklärte es so: "Ich lag auf Position zwei mit einer halben Autolänge Vorsprung. Ich habe den Weg diktiert. Ganz offensichtlich konnte ich Kimi schwer sehen, er war im toten Winkel - von Max ganz zu schweigen. Im Nachhinein würde ich nach innen natürlich mehr Platz lassen. Aber man versucht, Rennen zu fahren."
Über das optimistische Verhalten Verstappens urteilte er:
Vettel, Räikkönen und Verstappen schlichen anschließend an die Box und fielen ans Ende des Feldes zurück. Vom Tohuwabohu - Carlos Sainz (Toro Rosso) platzte ein Reifen, Kevin Magnussen (Renault) flog heftig in Eau Rouge ab - profitierte unter anderem Force-India-Mann Nico Hülkenberg, der bis auf Rang zwei vorpreschte und schließlich starker Vierter wurde.
Ungerührt der Turbulenzen verteidigte Nico Rosberg (Mercedes) seine Pole Position und gewann souverän. Zuvor, in der 10. Runde, wurde der Grand Prix wegen notwendiger Aufräumarbeiten infolge des Magnussen-Abflugs ab- bzw. unterbrochen. Nach einer knappen Viertelstunde ging's weiter, Vettel schaffte es noch bis auf Platz sechs, Räikkönen wurde Neunter, während Verstappen (11.) die Punkte verpasste.
Breite Front gegen "brutalen" Verstappen
Dabei rasselten der Niederländer und Räikkönen bei einem Überholversuch des Ferrari-Finnen erneut aneinander. Verstappen wechselte so brachial die Spur, dass selbst der als Stoiker bekannte Räikkönen am Funk schimpfte. Auch hierbei war sich die Branche weitestgehend einig: zu hart von Verstappen.
"Das ist mir egal", konterte der Gescholtene. "Er hat schon in der ersten Kurve mein Rennen ruiniert. Das war vielleicht am Limit, aber kein Problem. Es ist ja nichts passiert." Auf Kimis Kommentar, er habe ihn mit Absicht von der Bahn gedrängt, reagierte er mit Spott:
Indes beharrte Räikkönen im Duell des ältesten (36) gegen den jüngsten Piloten auf seiner Sicht: "Wenn ich von vollem Speed runterbremsen muss und er sich so bewegt, dann ist das nicht korrekt. Ich will auch enge Kämpfe sehen, aber wenn so etwas passiert..."
Interessanter Nachsatz:
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schloss sich an: "Max fährt brutal. Bisher ist er nicht bestraft worden, aber irgendwann endet das einmal in der Wand. Und ich glaube, wir sind nicht mehr weit davon entfernt."
Formel-1-Legende Lauda attackiert Verstappen
Kollege Lauda forderte "Jahrhunderttalent" Verstappen auf, "seinen Kopf einzuschalten. Ich würde ihm sagen: 'Wenn du so weiter machst, können wir auch mal aggressiv werden.'"
Das mit der Aggressivität dauerte dann nicht lange; Lauda äußerte sich drastisch:
Fortsetzung folgt, sehr bald. Schon kommende Woche steigt der Große Preis von Italien in Monza...
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