Vettel wurde in Jugendjahren sowohl von Red Bull als auch von BMW betreut. Seit er seine Verbindung zu Red Bull Ende 2014 gekappt hat, kümmert er sich um seine Management-Angelegenheiten selbst. Statt auf einen klassischen Manager zu setzen, holt er sich lieber Rat bei vertrauten Persönlichkeiten wie etwa Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko ein.
Medial lässt er sich von Britta Roeske betreuen. Doch Schumachers Anmerkung, ob ein klassischer Manager gerade in der aktuellen Phase vielleicht gar nicht so schlecht für ihn wäre, verneint er. Es sei zwar "eine gute Frage", räumt Vettel ein. Aber: "Es ist ein Kommen und Gehen. Es gibt viele Leute, die dir auf die Schulter klopfen, und ein paar Wochen später gibt's wieder die, die schimpfen."
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"In der Hinsicht war ich immer ... Ich will nicht sagen alleine. Natürlich hat man Leute, die um einen herum sind und zu einem stehen. Aber ich glaube, wichtiger als vielleicht öffentlich Meinung oder Stimmung zu machen, ist, dass man weiß, auf welche Leute man vertrauen kann und auf welche man bauen kann."
"Ich glaube, da habe ich eigentlich ein gutes und starkes Umfeld, und bin nach wie vor guter Dinge und recht klar im Kopf", sagt er. "Ich war noch nie so sehr abhängig von dem, was vielleicht die äußere Wahrnehmung ist, was Leute denken und was Leute sagen. Das ist mir Gott sei Dank noch nie so wichtig gewesen. Ich verfolge da auch nicht alles."

Ex-F1-Teamchef Kolles: Manager hätte Vettel geholfen

Zuvor hatte der ehemalige Formel-1-Teamchef Colin Kolles, bei dem Vettel einst seinen ersten Formel-3-Test absolviert hat, gegenüber "Sport1" die Meinung geäußert, dass es dem viermaligen Weltmeister zumindest in den vergangenen beiden Jahren "geholfen hätte, wenn er jemanden zur Seite gehabt hätte".
"Er hat eines Tages entschieden, dass er keinen Manager braucht, dass er das selber macht, mit Anwälten. Das ist sein gutes Recht, das muss er entscheiden", sagt Kolles. "Man muss verstehen, dass die Formel 1 sehr politisch ist. Sehr, sehr politisch. Motorsport insgesamt ist sehr politisch, aber die Formel 1 ist extrem politisch."
Daher hätte ein Manager Vettel möglicherweise helfen können: "In dem Fall, wo ein angedachter zweiter Fahrer Leclerc ins Team gekommen ist, mit einem Management namens Nicolas Todt, dem Sohn von FIA-Präsident Jean Todt, ehemaliger Teamchef von Ferrari, schaut die Geschichte ein bisschen anders aus ..."
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