GP von Belgien - Helmut Marko traut Max Verstappen trotz Rückversetzung Rennsieg in Spa zu

WM-Leader Max Verstappen wird den Großen Preis von Belgien trotz mit Abstand schnellster Runde im Qualifying vom 15. Platz in Angriff nehmen müssen, nachdem das Red-Bull-Team beim Niederländer diverse neue Motorenkomponenten eingebaut hat. Motorsportkonsultent Helmut Marko traut dem Weltmeister dennoch viel zu: "Wir sind jetzt noch optimistischer und ich glaube, Podiumsnähe ist möglich."

Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

Da sein ärgster WM-Rivale Charles Leclerc von Ferrari ebenfalls eine Gridstrafe hat und nur von Platz 16 ins Rennen gehen wird sowie Verstappens Pace am gesamten Wochenende bisher dominant war, liebäugelt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sogar mit einem Sieg des Niederländers.
"Eine unglaubliche Runde von Max. Das ist das Optimum, mehr kann man nicht herausholen", sagte Marko über die Qualifying-Leistung von Verstappen. "Das eröffnet für das Rennen natürliche gute Perspektiven. Unser Topspeed ist sehr gut und wir sind jetzt wieder relativ optimistisch für das Rennen. Und wir stehen vor Leclerc, das ist für uns ganz wichtig."
Neben der Performance hat Verstappen auch einen strategischen Vorteil für das Rennen am Sonntag, der er im Qualifying sogar ein paar Reifensätze sparen konnte, wie Marko bestätigte: "Wir haben [in Q3] nur einen Satz Reifen verwendet und den zweiten gar nicht genommen. Das heißt, wir haben jetzt zwei neue Sätze weiche Reifen. Das könnte uns auch in die Karten spielen."
Auf die Frage, ob der Sieg für Verstappen vom 15. Startplatz möglich ist, sagte der Motorsportkonsulent: "Das ist verwegen und wir wollen ja nicht übermutig werden, aber ausschließen würde ich es auch nicht."
Mit dem Topspeedvorteil von Red Bull sollte Verstappen in der Startphase zudem ziemlich schnell durch das Feld pflügen. "Das wird sich relativ rasch da hinten klären", sagte Marko. "Mit dem Speedüberschuss sollte das unter normalen Verhältnissen nicht lange dauern, weil mit vollem Tank ist unser Auto erfahrungsgemäß noch stärker und Max ist in einer derartigen Form und hat eine souveräne Selbstsicherheit. Das wird schwer für die anderen."

Marko: "An der Zeit von Max sind alle zerschellt!"

"Wir sind jetzt noch optimistischer und ich glaube, Podiumsnähe ist möglich. Spa ist eine Strecke, wo es immer wieder Zwischenfälle gibt und ein Safety-Car im richtigen Moment, dann ist, glaube ich, vielleicht sogar noch mehr möglich, weil der Abstand, den Max da hingelegt hat zu den Konkurrenten, ist schon beeindruckend."
Dem Zweitschnellsten im Qualifying, Carlos Sainz, der das Rennen von der Poleposition starten wird, fehlten auf die Bestzeit von Verstappen etwas mehr als sechs Zehntel. "Ich glaube, es sind alle an der Zeit von Max zerschellt", fügte Marko hinzu. "Das war eine unglaubliche Runde, die er mit einer derartigen Leichtigkeit herausgefahren hat, da gab es nie eine wirkliche Unsicherheit."
Über die dominante Red-Bull-Leistung war jedoch auch der Red-Bull-Motorsportberater etwas verwundert: "Wir sind wirklich positiv überrascht, wie toll hier alles gelaufen ist. Wir haben eigentlich auch erwartet, dass Mercedes hier stärker sein würde und Ferrari ist wie üblich nahezu auf Augenhöhe. Jetzt werden wir sehen, was im Rennen passieren wird."
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Quelle: Eurosport

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