Max Verstappen trifft Entscheidung über Zukunft: Wechsel zu Mercedes oder Verbleib bei Red Bull trotz Problemen?

Max Verstappen steht nach dem Großen Preis von Belgien auf Platz drei in der Gesamtwertung - und wird deshalb wohl auch 2026 im Red Bull sitzen. Zuvor hatten sich die Gerüchte um einen Wechsel des viermaligen Weltmeisters der Formel 1 zu Mercedes intensiviert. Doch laut Medienberichten ließ der Niederländer eine Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag ungenutzt verstreichen.

Max Verstappen hat offenbar eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen

Fotocredit: Getty Images

Red Bull Racing bekam nach dem Wechselbad der Gefühle in den verregneten Ardennen endlich Zeit zum Durchatmen. Ein Rennen vor der Sommerpause der Formel 1 ist die drängendste Frage geklärt. "Alle Spekulationen" um die Zukunft von Weltmeister Max Verstappen "können in den Papierkorb", titelte der stets gut informierte "Telegraaf" nur wenige Stunden nach der Zieleinfahrt.
Denn offenbar verfiel nach dem Großen Preis von Belgien eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Niederländers: Verstappens Saison läuft zwar nicht gut, aber doch zu gut für eine Flucht von Red Bull.
Der Titelverteidiger wird zumindest bis zur Sommerpause auf jeden Fall unter den besten Drei der Fahrerwertung liegen, damit hat sich die Möglichkeit zum Ausstieg aus dem bis 2028 laufenden Vertrag erledigt - und auch ein schneller Wechsel zu Mercedes.
Während vielen Red-Bull-Mitarbeitern ob dieser Nachricht ein Stein vom Herzen fallen dürfte, ist die Stimmung bei Verstappen durchwachsen. In Spa feierte der 27-Jährige am Samstag zwar den Sprintsieg, wurde im Grand Prix auf seiner Lieblingsstrecke aber dann nur Vierter.

Verstappen mit Verbindung zu Mekies

"Generell" zu langsam sei sein Bolide, sagte Verstappen, "natürlich stehe ich nicht da, wo ich stehen will."81 Punkte fehlen ihm nun auf Spitzenreiter und Spa-Sieger Oscar Piastri im McLaren - die Mission Titelverteidigung ist nur noch durch ein Wunder möglich.
Trotzdem will Verstappen die Saison nicht ganz abschreiben. "Ich denke, es ist auch in diesem Jahr noch wichtig, bestimmte Dinge zu lernen, da sie sich auch auf das nächste Jahr auswirken werden", sagte er.
Große Hoffnungen dürfte Verstappen dabei in seinen neuen Teamchef setzen. Laurent Mekies folgte auf den vor knapp zwei Wochen entlassenen Christian Horner. Das Verhältnis zum Briten, der Red Bull seit dem Debüt 2005 geführt hatte, galt als belastet.
Vor allem seit den Anschuldigungen, Horner habe sich gegenüber einer Mitarbeiterin vor knapp über einem Jahr unangemessen verhalten. Mekies kennt zumindest Verstappen-Papa Jos aus dessen aktiver Formel-1-Zeit schon gut, 2001 standen beide bei Arrows unter Vertrag.

Mercedes-Motor besser?

Auch Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko, der als engster Verstappen-Vertrauter gilt, ist vom Franzosen angetan. "Er ist ein guter Ingenieur mit fundiertem Wissen. Er kann gut mit Menschen arbeiten und wird gut mit seiner Verantwortung umgehen", sagte er.
Einfach wird sein neuer Job nicht, ab 2026 geht Red Bull in Zusammenarbeit mit Ford an den Start. Beim Motor soll angeblich Mercedes die Nase vorne haben.
Die Silberpfeile wären Topfavorit auf eine Verpflichtung Verstappens gewesen, wollen laut Teamchef Toto Wolff aber mit Russell und Talent Kimi Antonelli "zu 90, 95 Prozent" weitermachen.
Je nachdem, wie lange die Verträge verlängert werden, könnte Verstappen möglicherweise für 2027 aber wieder zum Thema werden - und Red Bull schon wieder in Alarmbereitschaft versetzen.
(SID)
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