Eurosport
F1-GP von Spa: Kimi Antonelli hält Charles Leclerc in Belgien nach packendem Kampf doch in Schach - Russell früh raus
Von
Update 20/07/2026 um 11:31 GMT+2 Uhr
Kimi Antonelli hat die jüngste Aufholjagd seiner Titelkonkurrenten hart ausgebremst und die Führung in der WM-Wertung wieder ausgebaut. Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot gewann am Sonntag den Großen Preis von Belgien und feierte vor Charles Leclerc und Max Verstappen seinen sechsten Saisonsieg in der Formel 1. Antonelli war zuletzt von einigen Defekten heimgesucht worden.
Kimi Antonelli setzte sich in Spa (Belgien) vor Charles Leclerc durch
Fotocredit: Getty Images
Antonelli stieg nach seiner Siegesfahrt aus dem Mercedes und sprang mit Anlauf in die Arme der jubelnden Mechaniker. Das Auto hatte gehalten, das Wunderkind geliefert - und die jüngste Aufholjagd der Titelkonkurrenten wurde hart ausgebremst.
Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot gewann am Sonntag den Großen Preis von Belgien vor Charles Leclerc und Max Verstappen, damit baute er seine Führung in der WM wieder aus.
"Es ist schön, nach ein paar schwierigen Wochenenden wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen", sagte Antonelli nach seinem sechsten Saisonsieg in der Formel 1.
Zuletzt wurde er mehrfach von Defekten heimgesucht, am Selbstbewusstsein des unbeschwerten Teenagers rüttelte es nicht. "Das Momentum war immer da", sagte er: "Es ging um die Ergebnisse. Man muss einfach jede Gelegenheit nutzen, weil es so leicht in die eine oder die andere Richtung gehen kann." Ein historischer Triumph in der Weltmeisterschaft nimmt für Antonelli nun immer konkretere Form an - auch weil sein ärgster Verfolger früh ausschied.
Russell scheidet in Spa früh aus: Auto "noch nicht stabil genug"
Für den bisherigen WM-Zweiten George Russell im anderen Mercedes war das Rennen nach einer Kollision mit Ferrari-Pilot Lewis Hamilton schon nach fünf Kurven beendet - der Engländer klagte über plötzlich fehlende Leistung als Ursache des Unfalls. "Wir haben einen Motor, der unheimlich stark und ein Auto, das schnell ist", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei "Sky": "Aber es ist einfach noch nicht stabil genug. Das müssen wir hinbekommen, weil es viele Punkte kostet."
Antonelli liegt nach zehn von 22 Saisonläufen nun mit 204 Punkten vor Hamilton (159). Zehn Runden vor Schluss setzte er das entscheidende Überholmanöver gegen Leclerc im Ferrari.
Hinter den Top Drei kamen Hamilton, vorbehaltlich einer möglichen weiteren Strafe, und McLaren-Pilot Oscar Piastri ins Ziel. Weltmeister Norris im zweiten McLaren wurde Siebter. Für Nico Hülkenberg geht der Punktefluch im Audi derweil weiter. Der Emmericher wurde in Spa-Francorchamps lediglich 13., sein Teamkollege Gabriel Bortoleto belegte den achten Rang.
Antonelli hatte bereits das gesamte Wochenende dominiert. Beeindruckend: Im Qualifying sicherte er sich mit 0,317 Sekunden Vorsprung die Pole Position. Größer war der Zeitabstand zwischen dem ersten und zweiten Startplatz in dieser Saison noch nie - obwohl Red Bull versucht hatte, Verstappen mithilfe eines XXL-Windschattens durch Teamkollege Isack Hadjar nach vorne zu bringen.
F1 Belgien: muntere Positionskämpfe zu Beginn
"Die Punkte werden erst am Sonntag geholt", bremste Antonelli, der vor Verstappen und Russell startete. Zuletzt hatte er vor allem wegen technischer Defekte nur 23 von 83 möglichen Zählern eingefahren. In den Ardennen, wo die vorherigen vier Polesetter jeweils den Sieg verpassten, werde ein guter Start "entscheidend sein, besonders mit der langen Geraden zu Kurve 5."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/19/image-641035b1-c5c9-4de5-b996-344305716691.jpeg)
George Russell flog in seinem Mercedes schon früh aus dem Rennen
Fotocredit: Getty Images
Doch bevor es auf die Gerade ging, setzte Verstappen bereits zum spektakulären Überholmanöver in der berüchtigten Aufwärtskurve Eau Rouge an. Ohne Windschatten verlor der Niederländer allerdings an Tempo und wurde von Antonelli und dem heraneilenden Leclerc einkassiert. Nur wenige Meter dahinter kollidierten Hamilton und Russell. Der Rekordweltmeister kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe, für Russell endete das Rennen im Kiesbett.
Auch begünstigt vom umstrittenen Energiemanagement gab es zunächst muntere Positionskämpfe. Verstappen übernahm wieder Position zwei. McLaren-Pilot Piastri duellierte sich dahinter mit beiden Ferrari-Piloten - gegen Leclerc gar mit Kontakt.
Begünstigt von einem virtuellen Safety Car kam Leclerc vor Antonelli auf die Strecke. Dort bahnte sich dann rundenlang ein Zweikampf zwischen Leclerc und Antonelli um den Sieg an. In Runde 34 zog der Italiener vorbei - und gab die Führung nicht mehr her.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren - Sainz übt trotz Bedenken Kritik: "Wie konnte man das akzeptieren?"
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/05/image-187cdb5a-0496-4fbc-bd4e-dff0b6aa648c-85-2560-1440.jpeg)
Leclerc beendet Durststrecke in Silverstone
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung