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Großer Preis von Brasilien: Vettel und Leclerc scheiden nach Kollision aus
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Publiziert 17/11/2019 um 20:34 GMT+1 Uhr
Die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc hatten sich den Rennverlauf beim Großen Preis von Brasilien sicher ganz anders vorgestellt. Nach einer Kollision der beiden Teamkollegen kurz vor Schluss schieden sowohl Vettel als auch der junge Monegasse aus. Wieder einmal erlebt die Scuderia einen rabenschwarzen Tag, für den der Rennstall erneut selbst verantwortlich ist.
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Ausgerechnet in seinem 100. Rennen für Ferrari erlebte Sebastian Vettel ein komplettes Desaster. Teamzoff vorprogrammiert. Bei der Scuderia hängt der Haussegen nach dieser Aktion wieder schief.
In der 66. Runde, Valtteri Bottas hatte sich gerade wegen Motorschadens aus dem Rennen verabschiedet, gerieten Vettel und Teamkollege Charles Leclerc, zu diesem Zeitpunkt auf den Positionen vier und fünf liegend, aneinander. "Mein Gott, muss das sein?! So ein Bockmist aber auch!", schrie Vettel völlig frustriert auf Deutsch in den internationalen Funk. Leclerc meinte: "Was zur Hölle macht er?"
Während Leclerc vor der nächsten Kurve nach dem "Senna S" mittig fuhr, hielt Vettel dagegen. Er zog leicht nach innen, nutzte DRS - beide Boliden berührten sich und waren sofort erledigt. Vettel schlitzte seinen eigenen Hinterreifen auf, auch bei Leclerc fehlte ein Reifen.
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Leclerc: "Ging sehr schnell"
"Ich denke, blöd ist es für das Team, wenn beide Autos nicht die Zielflagge sehen", sagte Sebastian Vettel nach dem Rennen über die Situation. "Ich habe die erste Kurve aufgegeben, bin dann in die Gerade. Ich dachte schon, ich wäre vorbei, aber dann sind wir zusammengestoßen."
"Ich habe in Kurve eins überholt und dann vor Kurve drei hat Sebastian versucht vorbeizukommen. Es war sehr eng, es ging sehr schnell", analysierte Leclerc.
Nächster Zoff zwischen Vettel und Leclerc?
Das schreit nach dem nächsten Zoff bei der Scuderia - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Nachdem sich die Machtstreitigkeiten um die Nummer eins im Team zuletzt gelegt hatten, dürfte Teamchef Mattia Binotto wieder als Streitschlichter und Entscheider fungieren.
"Das ist enttäuschend für das Team, solche Dinge sollen nicht passieren", sagte dieser sehr diplomatisch nach dem Rennen. In den nächsten Tagen sei genug Zeit, die Lage zu analysieren.
"Ich denke, wir sind reif genug, das hinter uns zu lassen", meinte Leclerc über den "Konflikt" mit Vettel. Das letzte Wort ist hier sicher noch nicht gesprochen.
Verstappen sichert sich den Sieg
Schon vor dem Rennen hatte der Heppenheimer gesagt: "Jedes Jahr passiert hier etwas." Er sollte Recht behalten: "Der Ort hat einen Hang zum Drama." Eine Gemeinsamkeit mit Ferrari.
Währenddessen fuhr Max Verstappen äußert cool zu seinem dritten Saisonsieg. Wenige Meter vor Schluss schnappte Pierre Gasly im Toro Rosso noch Lewis Hamilton den zweiten Rang weg. Dem Weltmeister droht noch eine Zeitstrafe.
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