So habe er es schon einmal gemacht, kurioserweise ebenfalls nach einem Zwischenfall mit Verstappen.
Beim Österreich-Grand-Prix 2019 wurde Verstappen nach einem ebenfalls harten Manöver gegen Leclerc nicht bestraft, der Monegasse zog damals seine Lehren daraus.
"Als ich gemerkt habe, dass Max keine Strafe für Österreich bekommt, bin ich nach Silverstone gekommen und habe meine Fahrweise geändert. Das ist bei jedem Fahrer ähnlich, wir wollen immer am Limit dessen fahren, was erlaubt ist", sagte der Ferrari-Pilot.
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"Und das werde ich auch tun, sollten solche Sachen erlaubt sein", so Leclerc.

Leclerc wünscht sich Klarheit

Das soll aber nicht heißen, dass Leclerc sich prinzipiell eine nachträgliche Strafe gegen Verstappen wünscht. "Um ehrlich zu sein, ist es mir egal. Aber als Fahrer will ich Klarheit darüber haben, was erlaubt ist. Das ist das Einzige, was für mich zählt", sagte der 24-Jährige.
Allerdings merkt er an, sollte ein Manöver wie von Verstappen gegen Hamilton in Sao Paulo durchgewunken werden, dann hätte dies gravierende Auswirkungen. "Wenn das erlaubt ist, dann werden Überholmanöver auf der Außenbahn schwierig", glaubte er. Hamilton hatte versucht, Verstappen außen zu überholen, doch der Niederländer fuhr ihm mit einem späten Bremsmanöver die Linie zu, beide kamen von der Strecke ab.
Leclerc stellte klar: "Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, ich werde meinen Fahrstil daran anpassen. Ich kann mit beidem leben."

Gasly kritisiert FIA: "Ziemlich inkonstant"

Die Situation in Sao Paulo war auch deshalb schwierig zu bewerten, weil beide neben der Strecke auf der asphaltierten Auslaufzone weiterfahren konnten. Leclerc wünscht sich daher an der dortigen Stelle neben Kurve 4 ein Kiesbett. "Mit Kies wäre alles viel klarer gewesen. Und es wäre insgesamt vermutlich auch besser für solche Szenen", glaubte er.
Sein Teamkollege Carlos Sainz stimmt zu, dass das Urteil Auswirkungen auf die Fahrweise der Piloten haben könnte. "Ein Fahrer nutzt jede Gelegenheit zu seinem Vorteil", sagt der Spanier. "Wenn ich in einer ähnlichen Position bin und weiß, dass das im vergangenen Rennen nicht bestraft wurde, kann ich mich ähnlich verhalten", sagte er.
Konkret geht es Sainz darum, wie weit ein Fahrer auf der Innenbahn gehen darf, um sich zu verteidigen. "Das Auto auf der Innenbahn hat immer die Möglichkeit, das Auto außen weit zu schicken. Aber wenn das Auto innen dann auch von der Strecke abkommt, das muss geklärt werden", forderte Sainz und hofft auf mehr Klarheit in der Fahrerbesprechung.
Diese wünscht sich auch Pierre Gasly, denn mit der Stringenz der Entscheidungen war er zuletzt nicht einverstanden. "Es fühlt sich wie ein Auf und Ab an mit den Entscheidungen der vergangenen paar Rennen. Wenn man sich meinen Fall mit Alonso in der Türkei und der Fünf-Sekunden-Strafe ansieht, aber Daniel Ricciardo bekommt in Mexiko keine. Das ist ziemlich inkonstant", sagte er.
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