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GP von China - Lando Norris spricht über Bremsdefekt am McLaren: "Mein schlimmster Albtraum"
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Publiziert 24/03/2025 um 23:52 GMT+1 Uhr
Nein, aus seinem Herzen macht Lando Norris meistens keine Mördergrube. Der McLaren-Pilot sprach in der Vergangenheit schon öfter mal über mentale Probleme oder Ängste. Was der 25-Jährige so träumt, darüber war bisher aber wohl noch nicht so viel bekannt, vor allem wenn es schlechte Träume sind. Am Sonntag nach dem Rennen in China änderte sich das, allerdings aus ernsten Gründen.
McLaren-Pilot Lando Norris
Fotocredit: Getty Images
"Es ist buchstäblich mein schlimmster Albtraum. Wann immer ich schlecht träume, geht es darum, dass die Bremsen versagen", offenbarte Norris in Bezug auf das "beängstigende" technische Problem an seinem MCL39, das sein Bremspedal in der Endphase des Grand Prix immer länger werden ließ - und dafür sorgte, dass seine Schlussattacke auf Teamkollege Oscar Piastri ausfiel.
"In den letzten Runden habe ich zwei, drei, vier Sekunden pro Runde verloren. Ich hatte also wirklich Angst", sagte Norris, der glaubt:
"Wir hatten einfach Glück, dass wir ins Ziel gekommen und trotzdem vor George (Russell, d. Red.) geblieben sind."
Umso erleichterter war der Brite verständlicherweise, als das Rennen endlich beendet war: "Ich hätte Oscar gerne noch ein wenig unter Druck gesetzt, aber das war heute einfach nicht drin."
Norris: Team hat Bremsproblem verheimlicht
Dabei berichtete der McLaren-Pilot, dass sich seine Bremsprobleme "schon relativ früh angekündigt", hätten: "Natürlich merkt man immer eine gewisse Tendenz, dass die Bremsen minimal nachlassen. Aber ich glaube, das Team hat es vor mir bemerkt und versucht, es mir zunächst zu verheimlichen, weil sie schon viel früher gesehen haben, dass es ein Problem geben könnte", so Norris.
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Oscar Piastri vor Teammkollege Lando Norris
Fotocredit: Getty Images
"In den letzten zehn Runden war ich dann wirklich besorgt, ob ich das Rennen überhaupt beenden kann, weil es sich mit jeder Runde und in jeder Bremszone deutlich verschlechtert hat", erklärte der Brite: "Es ist wirklich kein schönes Gefühl, wenn man im Auto sitzt, einen festen Pedaldruck erwartet - und dann tritt man ins Leere. Das gibt einem auf einer schnellen Strecke wie dieser nicht gerade Vertrauen."
Wiederholung möglich? "Ich hoffe nicht!"
Gerade am Ende der langen Geraden dürfte Norris wohl das ein oder andere Mal Sebastien Buemis spektakulärer Crash im Toro Rosso 2010 in den Kopf gekommen sein, als der Franzose durch einen Defekt an der Aufhängung beim Anbremsen der Haarnadel beide Vorderräder zeitgleich verlor und quasi ungebremst geradeaus schoss.
Auch Fernando Alonso, den am Sonntag ebenfalls ein Bremsdefekt ereilte, warnte anschließend vor den gefährlichen Konsequenzen in China.
Auch beim nächsten Rennen in Suzuka erwarten die Fahrer wieder harte Bremszonen, an eine Wiederholung des Defekts glaubt Norris aber nicht: "Ich hoffe wirklich nicht! Es gab keinerlei Anzeichen dafür.
Ursache bleibt ungeklärt
Es war ein Problem, das schlicht nicht hätte auftreten dürfen", ging er von einem einmaligen Ausrutscher aus. Allerdings räumte er ein: "Ich glaube, es hat sich schneller verschlimmert, als das Team erwartet hatte."
Schließlich hätten die Ingenieure das Problem schon um die Rennhalbzeit herum erkannt, ehe es rapide gravierender geworden sei. "Was genau die Ursache war, weiß ich nicht - aber in den letzten fünf Runden wurde es kritisch. So etwas darf einfach nicht passieren, und ich bin mir sicher, dass das Team alles daran setzen wird, es zu analysieren und sicherzustellen, dass es nicht noch einmal vorkommt."
Damit Norris' schlimmste Albträume nicht erneut Realität werden ...
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McLaren feiert Jubiläums-Coup in China
Quelle: Perform
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