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GP von Großbritannien: Enttäuschter George Russell kritisiert "grenzwertige" Manöver von Charles Leclerc
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Publiziert 11/07/2023 um 16:09 GMT+2 Uhr
George Russell zeigte sich nach seinem Heim-Rennen in Silverstone enttäuscht über den erreichten fünften Platz. Der Brite hatte aufgrund seiner sechsten Startposition auf einen Podestrang gehofft, letztendlich war es jedoch Teamkollege Lewis Hamilton, der aufs Podium fuhr. Zudem verhinderten starke McLaren und aus seiner Sicht umstrittene Manöver von Charles Leclerc (Ferrari) einen Podiumsplatz.
George Russell und Charles Leclerc (r.)
Fotocredit: Getty Images
Mercedes wählte eine andere Taktik für Russell und ließ ihn mit weichen Reifen starten, um die Strategien zwischen beiden Fahrern aufzuteilen. "Der weiche Reifen hat am Start einen Vorteil und war am Freitag im Longrun sehr widerstandsfähig", erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff das taktische Vorgehen.
Diese Entscheidung erwies sich als erfolgreich, da Russell bis zur 28. Runde auf den gewählten Reifen durchhielt, während andere Fahrer bereits früher in die Box mussten.
Russell fühlte sich auf den Reifen wohl und glaubt, dass er den Stint noch weiter hätte ausdehnen können. "Ich denke, wenn ich ein wenig freie Fahrt gehabt hätte, dann hätte ich den Stint noch weiter ausdehnen können", sagte der Brite.
Da hatte Leclerc allerdings ein Wörtchen mitzureden. Der Monegasse verteidigte seinen Platz vor Russell hartnäckig. Für den 25-Jährigen waren die Manöver des Ferrari-Pilots teilweise "fragwürdig", insbesondere eine aggressive Aktion in Kurve 16.
Russell: "Hätte mein Rennen nicht verändert"
"Ich wollte ihn attackieren, und genau in der Bremszone ist er sehr aggressiv rübergezogen. Das ist in den Regeln eindeutig nicht erlaubt", klagte Russell, der das Thema dann allerdings nicht weiter vertiefen wollte: "Es war grenzwertig, aber ich denke da jetzt nicht zu viel darüber nach."
Nach 18 Runden bog Leclerc aus Russells Sicht dann endlich zum Boxenstopp ab. "Ich glaube, wenn wir nicht hinter dem Ferrari von Leclerc stecken geblieben wären, dann hätte George die Pace von der Gruppe vorne mitgehen können mit dem Soft", resümierte Mercedes-Boss Wolff.
Trotz der Aussagen von Wolff hielt ein frustrierter Russell dennoch fest: "Es hätte mein Rennen nicht verändert. Wenn ich vorbeigekommen wäre (an Leclerc, Anm. d. Red.), wäre ich vermutlich ein wenig früher in die Box gefahren, und dann wären die beiden McLaren vermutlich reingefahren, um mich zu covern. Ich wäre also wohl trotzdem Fünfter geworden."
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Quelle: Perform
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