GP Großbritannien - George Russell warnt im WM-Kampf vor Hamilton und Leclerc: "Ferrari ist eine echte Gefahr"

Nach dem Sieg von Charles Leclerc in Silverstone sieht George Russell Ferrari als ernsthafte Konkurrenz im Titelkampf. Der Mercedes-Fahrer betonte jedoch, dass sein Fokus weiterhin auf der eigenen Leistung liegt und nicht auf den direkten Rivalen. "Die Ferrari-Jungs sehen im Moment wirklich schnell aus. Das Spiel ist also eröffnet. Wir haben jetzt einen engen Kampf mit Ferrari", sagt der Brite.

Leclerc beendet Durststrecke in Silverstone

Quelle: Perform

"Es geht nicht mehr nur um Kimi und mich, auch Lewis ist noch sehr nah dran. Wir müssen uns weiter verbessern", fügte Russell an.
Auf die Frage, wie groß er die Bedrohung durch Ferrari im Kampf um die Meisterschaft inzwischen einschätzt, antwortete der Brite, dass er sich damit derzeit nicht intensiv beschäftigt: "Darüber denke ich ehrlich gesagt gar nicht nach, weil ich mich um meine eigenen Themen kümmern und mich auf meiner Seite verbessern muss."
"Nach Monaco lag ich noch 68 Punkte zurück, jetzt verlasse ich dieses Wochenende mit nur noch 25 Punkten Rückstand. Das nehme ich natürlich gerne mit. Aber das wird nicht ewig so weitergehen, wenn sich unsere Ergebnisse und unsere Performance nicht verbessern", so Russell weiter.
Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich nach dem Großbritannien-Grand-Prix von Ferraris momentaner Form beeindruckt und lenkt den Fokus auf sich und sein Team.

Ferrari überzeugt auch Wolff

"Wir müssen zunächst auf uns selbst schauen. Ferrari hat vor dem Wochenende gesagt, dass ihnen auf dieser Strecke Energie fehlen würde. Das war nicht der Fall. Sie waren ein starker Konkurrent und ich denke, damit müssen wir für den Rest der Saison rechnen."
Neben der Konkurrenzfähigkeit der Italiener sprach Wolff auch die Zuverlässigkeitsprobleme bei Mercedes an. Er machte deutlich, dass das Team bereit sei, bei Bedarf etwas Performance aufzugeben, um die Standfestigkeit zu verbessern.
"Wir sind eine Organisation, die vollständig auf Performance ausgerichtet ist. Sowohl auf der Chassis- als auch auf der Motorenseite versuchen wir, alles herauszuholen. Ich würde lieber etwas Leistung zurücknehmen und diese kleinen Zuverlässigkeitsprobleme beheben, als zwar zuverlässig zu sein, aber der Performance hinterherzufahren."
Mit Blick auf die bisherige Saison zeigte sich Wolff mit der Bilanz seines Teams dennoch zufrieden, denn sieben der ersten neun Rennen hat Mercedes für sich entschieden. Gleichzeitig stellte er klar, dass aus seiner Sicht sogar eine makellose Bilanz möglich gewesen wäre.
Damit unterstrich der Teamchef, dass Mercedes trotz einzelner Rückschläge weiterhin das Potenzial sieht, an der Spitze der Formel 1 zu bleiben.
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Quelle: Perform


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