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Sebastian Vettels Zukunft in der Formel 1 wohl geklärt: Aston-Martin-Teamchef macht Andeutung
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Publiziert 12/09/2021 um 21:10 GMT+2 Uhr
Aston Martin und Sebastian Vettel werden auch 2022 gemeinsam in der Formel 1 an den Start gehen. Diesen Satz spricht Teamchef Otmar Szafnauer zwar nach wie vor nicht explizit aus. Doch bei seiner Online-Medienrunde am Samstag im Rahmen des Großen Preises von Italien in Monza räumte Szafnauer die Befürchtungen, wonach Vettel seine Karriere beenden könnte, so deutlich wie bisher noch nie aus.
Sebastian Vettel
Fotocredit: Getty Images
Medienberichte über einen Riss in der Beziehung zwischen Vettel und dem Team seien "zu 100 Prozent Unsinn", versicherte Otmar Szafnauer. Und: "Wir haben keinen Plan B. Es gibt null Reibungspunkte. Fragt ihn doch selbst! Ich bin sicher, dass er sagen wird, dass er das hier liebt. Es geht wirklich nur noch darum, ein paar Details zu klären."
Ein Journalist dachte mit: Wenn Zweifel bestehen würden, dann hättet ihr doch mit anderen Fahrern gesprochen, nicht wahr? "Das ist ein logischer Gedankengang", nickte Szafnauer. "Wenn wir auch nur den geringsten Zweifel hätten, dann wären wir in solche Gespräche eingestiegen. Im Juli, als alle darüber geredet haben, ob sie zu Williams gehen sollen oder zu Alfa. Sind wir aber nicht."
Die hochoffizielle Bekanntgabe für 2022 sei "nicht mehr weit weg", kündigte Szafnauer an. Auf Nachfrage präzisierte er: Innerhalb der nächsten sieben bis zehn Tage könnte es soweit sein. Also noch vor dem nächsten Grand Prix am 26. September in Sotschi. Nur Vettel oder auch Lance Stroll? "Wenn, dann wahrscheinlich gleich beide", lachte er.
Mit Vettel zu arbeiten, das sei bisher "wunderbar" und "großartig" gewesen: "Er ist eine fantastische Person, er arbeitet hart, ist sehr erfahren und einfach ein netter Kerl. Wir mögen ihn und er mag uns. Wir sind jetzt in die detaillierten Gespräche eingestiegen, wie wir weitermachen. Aber über Vertragsdetails können wir nicht reden."
Szafnauer erklärt zu Vettels Vertrag: "Gibt Optionen auf beiden Seiten"
Was verwundert: Als Aston Martin am 10. September 2020 bekannt gegeben hatte, dass Vettel zum Team stößt, war von einem mehrjährigen Vertrag die Rede. "2021 und darüber hinaus" lautete die wörtliche Formulierung. Dass es jetzt solange dauert, bis Aston Martin damit rausrückt, dass alles klar ist, sorgt daher für Stirnrunzeln.
"Ja, es war ein mehrjähriger Vertrag. Aber es gibt Optionen auf beiden Seiten. Und wenn es Optionen auf beiden Seiten gibt, dann gibt's da ein paar Details, die man ausverhandeln muss, bis ein bestimmtes Datum erreicht ist und die Option verstreicht. Und genau das passiert gerade. Ich denke, wir werden vor diesem Datum etwas bekanntgeben", erklärte Szafnauer.
Das lässt Raum für Spekulationen. Liebäugelt Vettel wirklich mit Rücktritt, wie von deutschen Medien spekuliert wurde? Oder pokert er einfach nur um mehr Gehalt? Immerhin hat er bei seinem Wechsel von Ferrari zu Aston Martin deutliche Abstriche in Kauf genommen. Aber über solche Details wird weder von Vettel noch vom Team gesprochen.
Szafnauer lobt Vettel: "Ein Mann von hoher Integrität"
Dass Szafnauer große Stücke auf den viermaligen Weltmeister hält, daraus machte der Teamchef keinen Hehl: "Er ist ein Mann von hoher Integrität, was ich persönlich sehr schätze. Er hat auch keine Angst davor, seine Meinung zu sagen, was ich auch mag. Und in Silverstone hat er sogar Müll aufgesammelt, was mir auch gefällt."
"In Oxford sammle ich manchmal auch selbst Müll ein, weil ich es nicht mag, wenn Müll herumliegt", lächelte Szafnauer. "Das gefällt mir an Seb: Er ist ein echt guter Kerl und er sorgt sich um die Menschen, er sorgt sich um die Umwelt. Wir mögen ihn. Und fahrerisch ist er ein harter Arbeiter, der große Erwartungen an sich selbst und das Team hat."
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Quelle: Eurosport
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