Formel 1 GP von Italien - George Russell mit Bestzeit im 3. Training - Zoff zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton

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Nach seiner Freitagsbestzeit in Monza hat George Russell am Samstag nachgelegt und sich auch im dritten Freien Training zum Grand Prix von Italien 2026 Platz 1 gesichert. In der letzten Session vor dem Qualifying absolvierte er seine schnellste Runde in 1:22.219 Minuten und verwies damit Lewis Hamilton (Ferrari/+0,226) und Max Verstappen (Red Bull/+0,350) auf die Plätze 2 und 3.

George Russell setzte die Bestzeit im 3. Monza-Training

Fotocredit: Getty Images

Zur brisantesten Szene kam es ganz am Ende der Session, als sich Hamilton und Verstappen bei Start und Ziel ein Beschleunigungsduell lieferten, das zunächst für Hamilton auszugehen schien. Doch Verstappen bremste sich mit der Brechstange später in die erste Kurve. "Er hat das verursacht", funkte Verstappen sofort durch, während Hamilton meinte: "Ich wurde von Max blockiert."
Bei heißen Bedingungen (53 Grad Asphalt- und 32 Grad Lufttemperatur) drückten die Mercedes-Fahrer dem Training von Anfang an ihren Stempel auf. Zwischendurch lag auch mal Kimi Antonelli in Führung, trotz eines Fahrfehlers in der Alboreto-Kurve (ehemals Parabolica). Später steigerte sich der Italiener auf 1:22.580 Minuten, doch damit blieb er über der Referenzmarke von Russell und wurde Vierter.
Für Kontext wichtig: Antonelli hat eher die Renn als die Qualifying-Vorbereitung im Fokus, weil er wegen eines taktischen Motorwechsels und der damit einhergehenden Startplatz-Strafe bei seinem Heimrennen ohnehin nicht auf Pole fahren kann.
Russell, nach zwei Trainingsbestzeiten wahrscheinlich der erklärte Pole-Favorit, hatte im Abschlusstraining die Gnade der FIA-Kommissare auf seiner Seite, als eine Situation wegen Behinderung von Oscar Piastri (McLaren) gemeldet wurde. Die Kommissare urteilten aber schnell: keine Untersuchung erforderlich. Piastri ließ sich von dem Zwischenfall nicht aus der Ruhe bringen und verbesserte sich mit Fallen der Zielflagge auf Platz 8 (+0,554).

McLaren mit Problemen in Monza

McLaren ist in Monza hinter Mercedes und Ferrari bislang nur dritte Kraft. Lando Norris belegte mit 0,406 Sekunden Rückstand den fünften Platz. "McLaren scheint einen halben Schritt hinten zu sein", sagt Bradley Lord, der Stellvertretende Teamchef von Mercedes, im Interview mit ServusTV. "Aber die zeigen nicht immer alles, und im Qualifying kommen sie vielleicht zurück."
Charles Leclerc (Ferrari) wurde Sechster, vor Arvid Lindblad (Racing Bulls), Piastri, Pierre Gasly und Franco Colapinto (beide Alpine). Nico Hülkenberg, der einzige Deutsche im aktuellen Starterfeld der Formel 1, wurde mit 0,907 Sekunden Rückstand Elfter und war damit um 0,172 Sekunden schneller als sein Audi-Teamkollege Gabriel Bortoleto (13.).

Vor Qualifying: Kommt es zu Windschatten-Spielchen?

Im Qualifying am Nachmittag wird es möglicherweise nicht nur daran ankommen, die Kurven bestmöglich zu meistern. Schon in den Freien Trainings hat sich gezeigt, dass ein guter Windschatten einen enormen Zeitvorteil bedeuten kann. Beziffert wird dieser bisher mit drei bis vier Zehntelsekunden pro Runde.
Mit Sicherheit werden die Fahrer versuchen, sich bei anderen Fahrern in den Windschatten zu hängen. Das eine oder andere Team könnte auch intern versuchen, die jeweilige Nummer 1 zu unterstützen.
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Quelle: Perform

Bei Mercedes ist das etwa ein Thema, weil Antonelli in der Startaufstellung ohnehin zurückversetzt wird. Und auch Liam Lawson hat angekündigt, dass er Red-Bull-intern im Qualifying womöglich für Verstappen fahren wird.
Bei McLaren und Ferrari ist die Ausgangslage, was einen teaminternen Windschatten betrifft, diffuser. Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur meinte dazu schon am Freitagabend: "Wir haben zwei Autos, und ich möchte beiden gleiche Chancen geben. Wenn du ein Auto sowieso hinten hast, wie bei Red Bull mit Hadjar in Spa, dann ist das clever. Aber mir ist lieber, zwei schnelle Autos zu haben."
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Quelle: SID


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