Japan-GP: Max Verstappen führt Red Bull in Suzuka zum Team-Titel - Debakel ür Teamkollege Sergio Pérez

Max Verstappen hat den Großen Preis von Japan in Suzuka gewonnen und damit die Team-WM mit Red Bull geholt. Der amtierende Weltmeister aus den Niederlanden setzte sich vor dem McLaren-Duo Lando Norris (Großbritannien) und Oscar Piastri (Australien) durch. Verstappens Teamkollege Sergio Pérez erlebte dagegen ein völlig verkorkstes Rennen und schied nach einem von ihm verursachten Unfall aus.

Max Verstappen - Red Bull

Fotocredit: Getty Images

Viel Zeit zum Feiern der Konstrukteurs-WM mit Red Bull blieb Max Verstappen nicht. Ein paar Selfies mit den Formel-1-verrückten japanischen Fans, der übliche Interview-Marathon, dann erst das Team-Gruppenfoto mit Pokalen und Weltmeister-T-Shirts - und allmählich rief schon der Flughafen.
Bereits in zwei Wochen in Katar besteht aber die Chance auf eine deutlich größere Party, immerhin winkt Verstappen das "Double".
Sein dritter Fahrertitel ist nach der One-Man-Show von Suzuka schließlich nur noch rechnerisch zu verhindern, vier Punkte reichen ihm aus eigener Kraft. Das Sprintrennen am 7. Oktober, einem Samstag, dürfte zur Krönungsmesse werden.
"Was für eine unglaubliche Saison, ihr könnt alle stolz sein. Ihr habt eine Rakete gebaut", sagte Verstappen: "Ich freue mich einfach nur, Teil dieses Teams zu sein." Eines Teams, das er nicht erst seit diesem Jahr trägt.
Nach dem unerklärlichen und teils hämisch kommentierten Red-Bull-Einbruch von Singapur in der Vorwoche gewann der 25-Jährige den Großen Preis von Japan mit einer weiteren Darbietung seiner Extraklasse und tilgte jeden Zweifel: Er und Red Bull bleiben das Maß der Dinge. Schon nach dem 16. von 22 Rennen steht der Titel fest, ausgerechnet beim Heimrennen von Motorpartner Honda.

Verstappen steht vor Titelverteidigung - und schießt gegen Kritiker

Der Niederländer sei "auf einem ganz anderen Level" als die Konkurrenz, sagte sein Teamchef Christian Horner. Der als Zweiter um fast 20 Sekunden geschlagene McLaren-Pilot Lando Norris musste einräumen: "Max ist einfach Max". Dritter wurde Norris' Teamkollege Oscar Piastri, der Rookie aus Australien kletterte erstmals auf ein Grand-Prix-Podium.
Ferrari, in Singapur noch durch Carlos Sainz erfolgreich, spielte in Japan wieder nur die dritte Geige. Wieder einmal leer ging Nico Hülkenberg als 14. aus. "Wir haben nur stumpfe Waffen und können mit den anderen Teams nicht kämpfen", sagte er resigniert am Sky-Mikrofon.
In Singapur hatte Red Bull "ein schlechtes Wochenende", sagte Verstappen nach dem Qualifying am Samstag - und offenbarte, wie tief ihn auch die öffentliche Häme über seinen fünften Platz getroffen hatte: "Natürlich fangen die Leute dann an zu sagen: 'Das liegt alles an den technischen Richtlinien'. Ich denke, die können sich verziehen."
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Max Verstappen (Red Bull) und Lando Norris (McLaren)

Fotocredit: Getty Images

Verstappen zieht nach Restart davon

Zuvor hatte Verstappen zehnmal in Folge gewonnen - Formel-1-Rekord. Nach Singapur kamen prompt Spekulationen auf, Anpassungen im Regelwerk hätten Red Bull eingebremst und nicht eine falsche Fahrzeugeinstellung oder unglücklich Umstände. Anders ausgedrückt: Da wurde betrogen.
Dass der Speed von Red Bull aber real ist, bewies Verstappen in Suzuka. Allein im Qualifying war er mehr als eine halbe Sekunde schneller als der erste Verfolger.
Verstappen sei, wenn überhaupt, nur beim Start zu packen, darüber waren sich Norris und Piastri einig. Der Weltmeister kam nicht ideal weg, er hatte vor der ersten Kurve beide McLaren neben sich, blieb aber knapp vor Norris. Im hinteren Feld kam es zu Berührungen und Schäden, das Safety Car rückte aus.
Beim Restart machte Verstappen es besser, schnell setzte er sich ab und verlebte auf dem Weg zu seinem 48. Formel-1-Erfolg einen entspannten Sonntag.
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Max Verstappen (Red Bull) im Duell mit Oscar Piastri und Lando Norris (McLaren)

Fotocredit: Getty Images

Pérez erlebt rabenschwarzen Tag in Suzuka

Pérez hingegen erlebte ein weiteres Debakel, nach einem frühen Schaden musste er sich wieder einmal von weit hinten nach vorne kämpfen. Dabei kam es zu weiteren Berührungen und auch Zeitstrafen, später stellte er seinen Red Bull ab.
Pérez besitzt zwar einen Vertrag für das kommende Jahr, doch lediglich in der Frühphase der Saison konnte der Mexikaner mit Verstappen annähernd Schritt halten. "Das war ein rabenschwarzer Tag für ihn", sagte Marko: "Er muss nach vorne schauen."
(SID)
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Quelle: SNTV

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