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GP Japan - Lando Norris von McLaren rechnet nach Rennen in Suzuka mit neuen Regeln ab: Fahrer hat keine Kontrolle mehr
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Update 29/03/2026 um 20:44 GMT+2 Uhr
Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lando Norris hat nach dem Grand Prix von Japan deutliche Kritik an dem neuen Reglement und den technischen Umständen geäußert. "Ja, die Rennen sehen im Fernsehen vielleicht toll aus, aber das Fahrerlebnis im Auto ist sicherlich nicht so authentisch, wie es sein müsste", erklärte der McLaren-Fahrer nach seinem fünften Platz auf dem Suzuka Racing Course.
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Quelle: Perform
Wenn der amtierende Weltmeister seinen eigenen Sport kritisiert, ist das meistens kein gutes Zeichen.
Eigentlich hieß es in der Vergangenheit, dass das neue Reglement den Fahrer wieder mehr in den Mittelpunkt rücken soll. Laut Norris ist in einigen Situationen in der Realität aber genau das Gegenteil der Fall.
Er nannte ein konkretes Beispiel aus dem Rennen in Suzuka: "Ich wollte Lewis [Hamilton] gar nicht überholen. Es ist nur so, dass meine Batterie Energie abgibt, was ich eigentlich gar nicht will, aber ich kann es nicht kontrollieren."
Norris fuhr fort: "Also überhole ich ihn, aber dann ist meine Batterie leer, und er rast einfach wieder an mir vorbei. Wenn man einfach nur davon abhängig ist, was der Antrieb macht, sollte der Fahrer zumindest die Kontrolle darüber haben - und das ist nicht der Fall."
Norris hilflos: "Kann nichts dagegen machen"
Dazu muss man wissen, dass der Fahrer zwar eine gewisse Kontrolle im Cockpit hat. So kann er beispielsweise selbst darüber entscheiden, wann er den Overtake- oder Boost-Modus verwendet. Auf das generelle Deployment, also die Energieabgabe, hat er jedoch keinen Einfluss.
Norris erklärte, dass die Batterie dort in der 130R-Kurve Energie abgebe. Dagegen kann der Fahrer nichts machen. Das werde allerdings zum Problem, wenn unmittelbar vor einem ein anderes Auto fährt.
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"Ich muss vom Gas gehen, sonst fahre ich in ihn hinein", schilderte Norris, "und ich darf nicht wieder Gas geben. Denn wenn ich Gas gebe, gibt meine Batterie Energie ab, aber das will ich nicht", erklärt er. Der Fahrer habe auf das Verhalten des Antriebs hier keinen Einfluss.
Verantwortlich für die Energieabgabe ist einzig die Software der Motoren. Der Fahrer wird also quasi zum Passagier im eigenen Auto. "Ich kann nichts dagegen machen", so Norris, der Hamilton in seinem Beispiel schließlich "gezwungenermaßen" in der Schikane überholte.
Weil seine Batterie anschließend allerdings leer war, konnte der Rekordweltmeister auf der Zielgeraden direkt wieder kontern. "Als Fahrer hat man einfach zu wenig Kontrolle", ärgert sich Norris und betont: "So sollte es einfach nicht sein."
Norris fordert auch Änderungen im Qualifying
Bereits nach der Qualifikation in Japan hatten Norris und weitere Piloten den aktuellen Zustand der Formel 1 kritisiert. "Ich war im Qualifying etwas enttäuscht, denn je mehr man pushte, desto langsamer wurde man", erklärte Williams-Pilot Carlos Sainz die Problematik.
"Schnelle Kurven sind jetzt zur Ladestation für das Auto geworden", kritisierte Sainz' spanischer Landsmann Fernando Alonso zudem. Und Norris selbst sagte, das Qualifying in Suzuka habe "sicher nicht" so viel Spaß wie mit den alten Autos in den vergangenen Jahren gemacht.
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Lando Norris auf dem Kurs von Suzuka
Fotocredit: Getty Images
"Das Qualifying lief gestern besser als zuvor", äußerte Norris am Sonntag mit etwas Abstand, "aber es gibt noch Luft nach oben." Der Weltmeister erklärte: "Wir wollen einfach Vollgas geben. Ich möchte hier nicht vom Gas gehen und von der 130R bis zur letzten Kurve 60 km/h einbüßen."
Der McLaren-Pilot hofft daher, dass die FIA in den kommenden Wochen und Monaten eingreifen und die Regeln noch einmal anpassen wird. "Manches lässt sich verbessern, aber die FIA weiß das. Ich hoffe, sie tun es", so Norris.
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