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Formel 1 - Grand Prix von Kanada: Frederic Vasseur schimpft nach Ferrari-Debakel in Montreal: "Die ganze Scheiße"
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Publiziert 11/06/2024 um 14:13 GMT+2 Uhr
Frederic Vasseur hat nach dem Desaster für Ferrari beim Großen Preis von Kanada deutlich Worte gefunden. Der französische Teamchef der Italiener schimpfte nach dem Doppelausfall von Charles Leclerc und Carlos Sainz in Montreal, er hoffe, dass dort "die ganze Scheiße einer Saison einem Wochenende" zusammen gekommen sei. Eigentlich sei man zuversichtlich in das Rennen gegangen, so der 56-Jährige.
Frederic Vasseur war nach dem Ferrari-Desaster in Kanada alles andere als zufrieden
Fotocredit: Getty Images
Vor wenigen Tagen in Monaco noch strahlende Sieger, jetzt die großen Verlierer: Ferrari hatte beim Kanada-Grand-Prix 2024 in Montreal den ersten Doppelausfall des Jahres und das schlechteste Ergebnis bisher unter Teamchef Frederic Vasseur. Und der 56-Jährige fand nach dem neunten Rennwochenende der Formel-1-Saison deutliche Worte.
"Eigentlich waren wir zuversichtlich in den Sonntag gegangen. Aber dann lief gleich schon zu Beginn [im Rennen] alles schief. Und jetzt hoffe ich, wir haben die ganze Scheiße einer Saison an einem Wochenende abgefeiert", sagte der Franzose.
Was er damit meinte: Ferrari scheiterte bereits im Qualifying mit beiden Autos am Einzug in die Top 10 der Startaufstellung. Im Grand Prix entstand am Fahrzeug von Charles Leclerc früh ein technisches Problem im Antriebsumfeld.
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Wenig später drehte sich Carlos Sainz weg und verunfallte. Und am Ende konnte Ferrari vor Rennende schon wieder zusammenpacken.
Montreal "nicht das beste Wochenende"
Ob Kanada damit seine bisher größte Bewährungsprobe als Ferrari-Teamchef darstelle, wurde Vasseur gefragt. Er antwortete: Montreal sei "nicht das beste" Wochenende gewesen.
"Aber das schwierigste? Ich weiß nicht. Manchmal hat man das Gefühl, es geht einfach alles schief. Aber deshalb ändert man nicht seine Einstellung."
Ferrari arbeite "in guten und in schlechten Zeiten" als Team zusammen. "Und so ist es auch dieses Mal", führte der Chef des Rennstalls aus. "Es ist, wie es ist. Und so ein Wochenende wirft mich nicht aus der Bahn."
Man müsse sich aber eingestehen, in Kanada nicht in Topform aufgetreten zu sein. "Denn du bist nicht vorne dabei, wenn du kein perfektes Wochenende hinlegst", erklärte er.
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Charles Leclerc erlebte nach seinem Sieg in Monaco ein enttäuschendes Wochenende in Montreal.
Fotocredit: Getty Images
Vasseur sieht Fortschritt bei Ferrari
"Manchmal haben wir sechs bis acht Autos in nur zwei Zehnteln oder wie in Kanada zwei Autos mit identischer Zeit. Da kannst du dir keine Fehler erlauben bei der Vorbereitung, den Boxenstopps, der Strategie."
Gerade für solche Fehler war Ferrari in den zurückliegenden Formel-1-Saisons bekannt und wurde regelmäßig für kleine und große Pannen aufs Korn genommen.
Doch das ist laut Vasseur Vergangenheit: "Ich glaube wirklich, da haben wir Fortschritte gemacht. Aber das sieht man natürlich nicht an diesem Wochenende [in Kanada]. Das muss man aber trennen und die einzelnen Probleme separat betrachten."
Sein Team habe sich auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal einfach schwergetan. Das könne passieren. Der Ferrari-Teamchef verwies auf den Monaco-Grand-Prix: "Da war es schwierig für Red Bull, dieses Mal für uns. Aber seit diesem Wochenende hat sich nichts verändert." Das Kräfteverhältnis in der Formel 1 unterliege eben gewissen Schwankungen.
Vasseur verspricht Top-Ergebnis in Spanien
"Und wir dürfen ja nicht vergessen: Es liegen noch 15 Rennen vor uns. Das ist fast eine ganze Saison aus der Ära 2016 oder 2017", meinte Vasseur, wenngleich es damals bereits 20 Rennen oder mehr gab pro Jahr.
Vasseur hatte dennoch Recht, als er weiter sagte: "Es wird [über einen so langen Zeitraum] sicherlich immer gute und schlechte Wochenenden geben. Aber wichtig ist, immer die gleiche Herangehensweise zu haben, ständig weiterzuentwickeln und Probleme immerzu abzustellen, damit die Motivation und der Einsatzwillen nicht leiden."
"Nach nur einem Wochenende bist du nicht Weltmeister, aber du bist auch nicht im Nirgendwo nach einem harten Wochenende", meinte der Franzose und versprach: "Schon in Spanien sind wir wieder vorne mit dabei."
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Quelle: Eurosport
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