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Leclerc bezieht beim Kanada-GP Stellung zu Gerüchten um Ferrari-Abschied: "Ich bin sehr überrascht"
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Publiziert 13/06/2025 um 10:39 GMT+2 Uhr
Charles Leclerc hat mit klaren Worten Stellung zu den Gerüchten um seine Perspektive bei Ferrari und die Zukunft von Teamchef Frederic Vasseur bezogen. Vor dem Großen Preis von Kanada stellte der Monegasse unmissverständlich klar, dass weder an Vasseurs Posten noch an seinem eigenen Verbleib bei Ferrari gerüttelt wird: "Ich bin sehr überrascht. Ich habe keine Ahnung, woher das kommt", so Leclerc.
Charles Leclerc hat Stellung zu den Gerüchten um seine Person bezogen
Fotocredit: Getty Images
"Also ignoriere ich es lieber einfach. Ich habe in den letzten Rennen nichts davon gesagt. Im Gegenteil, ich sage immer wieder, wie sehr ich dieses Team liebe und wie sehr ich Ferrari wieder an die Spitze bringen möchte. Daher war ich einfach nur überrascht", führte der 27-Jährige weiter aus.
Bereits in den vergangenen Tagen war in italienischen Zeitungen spekuliert worden, ob Vasseurs Zukunft bei Ferrari nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten in Frage stehen könnte. Leclerc hingegen stellte sich demonstrativ hinter seinen Teamchef.
Gemeinsam mit Teamkollege Lewis Hamilton und Vasseur verfolge man einen klaren Plan: "Wir haben auf jeden Fall eine gemeinsame Vision, die wir drei - Fred, Lewis und ich - teilen, um wieder zurück zum Siegen zu kommen. Und wir arbeiten daran, das alles zusammenzufügen. Das ist auf jeden Fall unser Plan. Und ich denke, wir sollten daran festhalten."
Auch über die aktuellen sportlichen Schwierigkeiten der Scuderia sprach Leclerc. Nach einem guten Saisonstart war Ferrari zuletzt insbesondere gegen McLaren ins Hintertreffen geraten. "Keiner von uns ist momentan zufrieden mit dem, wie es läuft. Das ist klar", erklärte Leclerc.
Leclerc: Platz zwei "reicht nicht"
"Wir sind in die Saison gestartet mit der Hoffnung, dass wir McLaren und Red Bull herausfordern können, um den Titel zu kämpfen. Das war bisher nicht der Fall."
Dabei betonte Leclerc jedoch auch, dass die Entwicklung von McLaren eine entscheidende Rolle in der aktuellen Gemengelage spiele: "McLaren hat im Vergleich zum letzten Jahr einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Viel mehr als alle anderen. Vergleichen wir uns mit den anderen Teams - abgesehen von McLaren - dann ist unsere Saison nicht schockierend schlecht."
"Wir sind Zweiter in der Konstrukteurswertung. Aber Fakt ist: Das reicht nicht. Und wir sind nicht glücklich damit."
Vor allem die Innovationskraft der McLaren-Ingenieure sei derzeit das große Vorbild: "Wir müssen verstehen, was McLaren gefunden hat. Aber wir müssen auch aufpassen, was alles rund um das Team passiert, denn manchmal verändert das die Wahrnehmung einer Saison."
"externer Druck hat keinen Einfluss"
Leclerc sprach zudem offen über den besonderen Druck, der mit einem Engagement bei Ferrari einhergeht: "Der Druck - wir machen uns selbst schon viel Druck. Natürlich gibt es dann noch Dinge, die man nicht unbedingt hören möchte. Aber der Druck ist normal, wenn man für Ferrari arbeitet. Zweiter zu sein reicht nie. Das wissen wir alle."
Der achtmalige Rennsieger sagte aber auch: "Der externe Druck hat keinen Einfluss auf den Druck, den wir uns selbst machen. Wir wollen gewinnen. Und wie ich immer wieder sage: Es ist nicht gut genug. Aber das sage nicht nur ich. Das gesamte Team weiß, dass es nicht gut genug ist und dass Ferrari gewinnen muss."
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Charles Leclerc und Lewis Hamilton konnten bisher nicht die erhofften Ergebnisse für Ferrari erreichen
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Trotz der öffentlichen Diskussionen sah Leclerc keinen Grund zur Unruhe: "Wir müssen definitiv alles, was um das Team herum gesagt wird, ausblenden. Ich habe mich über die Jahre daran gewöhnt. Natürlich gibt es Zeiten, in denen man mit mehr Gerüchten umgehen muss, gerade auch mit euch Journalisten. Die Fragen gehen dann in eine bestimmte Richtung. Das ist nicht immer angenehm, aber ich verstehe es."
"Am Ende des Tages war Ferrari schon immer so. Damit muss man umgehen. Aber ich glaube nicht, dass uns das beeinflusst", so der Monegasse.
Sainz: Dachte, Ferrari fährt um den Titel
Leclercs ehemaliger Teamkollege Carlos Sainz betrachtet das Geschehen mittlerweile nur noch von außen. Der Spanier musste Platz für Lewis Hamilton machen und hatte am Ende der Vorsaison eigentlich das Gefühl, dass Ferrari bereit war, 2025 um den Titel zu kämpfen.
"Das dachte ich ehrlich", berichtete der 30-Jährige. "Das habe ich auch Charles und dem Team so kommuniziert. Für mich hat sich alles zusammengefügt."
Wo Ferrari falsch abgebogen ist, kann der Williams-Pilot aber auch nicht beurteilen, da er an der Entwicklung des SF-25 natürlich nicht mehr beteiligt war.
"Aber gleichzeitig macht McLaren wahrscheinlich einfach einen ausgezeichneten Job", gab er zu. "Wenn McLaren so gut arbeitet, dann spielt es keine Rolle, wie gut du selbst bist - es gibt einfach jemanden, der auf einem sehr hohen Niveau performt, mit zwei superstarken Fahrern, und derzeit sehr, sehr gut in der Formel 1 unterwegs ist, und das ist McLaren."
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Frederic Vasseur steht nach den schwachen Ergebnissen der Ferraris unter Druck
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Sainz: Gerüchte in Maranello normal
Und dennoch: Er wisse natürlich auch, dass gerade in Maranello immer die Gerüchte losgehen, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. "Dann gibt es bei Ferrari immer Schuldzuweisungen durch die Medien und all dieses Chaos", sagte er.
Aktuell scheine eben Teamchef Vasseur im Fokus zu stehen. "Ich hatte immer eine gute Beziehung zu ihm", meinte Sainz. "Natürlich hatten wir einen schwierigen Monat, in dem er mich nicht mehr wollte und stattdessen Lewis verpflichtet hat, aber davon abgesehen haben wir Frieden geschlossen."
"Ich komme gut mit ihm klar und habe ihn immer sowohl als Teamchef als auch als Mensch sehr geschätzt."
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Quelle: Perform
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