GP von Mexiko | Lewis Hamilton siegt vor Sebastian Vettel

Lewis Hamilton hat den Grand Prix von Mexiko gewonnen. Der Titelverteidiger setzte sich im Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt vor Sebastian Vettel im Ferrari und seinem Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas durch. Damit hat Hamilton am nächsten Wochenende beim GP der USA in Austin die große Chance, seinen sechsten WM-Titel vorzeitig perfekt zu machen.

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"Ein unglaubliches Ergebnis", freute sich Hamilton, der seinen 83. Karrieresieg einfuhr. "Wir wussten, dass es ein schweres Rennen wird für uns - aber wir haben es durchgezogen." Der 34-Jährige geht in der WM-Wertung mit einem Polster von 74 Punkten Vorsprung auf Bottas ins drittletzte Saisonrennen beim Großen Preis der USA, wo ihm bereits ein achter Platz zum Titel reicht.
Die aus Reihe eins gestartete Scuderia Ferrari erreichte derweil nach wieder einmal zweifelhaften strategischen Entscheidungen nur den zweiten Platz durch Vettel und Rang vier durch Pole-Setter Charles Leclerc.
Großer Verlierer war Max Verstappen. Der Mexiko-Sieger von 2017 und 2018 verlor am Samstag zunächst nachträglich seine Pole Position, weil er unter Gelber Flagge die absolute Bestzeit gefahren war, anstatt deutlich zu verlangsamen. Nach zwei frühen Scharmützeln im Rennen kam der Red-Bull-Pilot nicht über Rang sechs hinaus. Renault-Pilot Nico Hülkenberg verpasste als Elfter die Punkte.

Mercedes-Strategie zahlt sich aus

Ungetrübt war indes die Freude bei Mercedes, war man im Vorjahr doch mit den besonderen Bedingungen auf mehr als 2200 Metern überhaupt nicht zurechtgekommen. Hamilton sprach deswegen vom "härtesten Rennen des Jahres für uns". Doch Mercedes steigerte sich von Tag zu Tag und ließ die stärker eingeschätzten Ferraris dank der besseren Reifenstrategie hinter sich.
Zum vierten Mal in dieser Saison starteten beide Ferrari aus Reihe eins, allerdings wurde diese Ausgangsposition nur in Belgien durch Leclerc zum Sieg veredelt. Auch dieses Mal verhedderte sich der Vettel-Rennstall.
Als die Ampel erlosch, hielten sich die beiden roten Rennwagen aus den Turbulenzen heraus. Vettel aber ließ Hamilton nur wenig Platz, wodurch dessen Mercedes mit zwei Reifen aufs Gras musste.

Hamilton und Verstappen kommen sich ins Gehege

In der ersten Kurve berührten sich Hamilton und Verstappen, Alex Albon im zweiten Red Bull war der Nutznießer und übernahm Rang drei. Verstappen fiel auf Rang acht zurück, wenig später schlitzte er sich beim Überholversuch gegen Bottas den rechten Hinterreifen auf und kam als Letzter auf die Strecke zurück.
An der Spitze entwickelte sich mit dem ersten Boxenstopp von Leclerc nach 16 der 71 Runden ein Reifenpoker. Während Ferrari den Monegassen damit auf eine Zwei-Stopp-Strategie setzte, versuchten die beiden Mercedes und auch Vettel das Rennen in der eigentlich Reifen fressenden Höhe von Mexiko-Stadt, das Rennen mit nur einem Boxenstopp zu beenden.
Zu allem Überfluss patzte die Ferrari-Crew noch bei Leclercs zweitem Reifenwechsel, der ehrgeizige Monegasse verlor so unnötig weitere vier Sekunden - und verpasst letztlich den Sprung aufs Podium.
(SID)
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