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Formel 1: Red Bull verweigert Sergio Perez volle Rückendeckung - Oscar Piastri offenbar im Gespräch für Red-Bull-Cockpit
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Publiziert 26/10/2024 um 20:15 GMT+2 Uhr
Helmut Marko ordnet seine jüngsten Aussagen über Oscar Piastri ein. Sergio Perez, laut Christian Horner, nur "Derzeit" Red-Bull-Pilot. Im Vorfeld des Grand Prix von Mexiko hat eine Aussage von Helmut Marko Wellen geschlagen. Denn in einer Story des Fachportals "F1-Insider.com" ist von "intensiven Gesprächen" mit dem ehemaligen Teamkollegen von Sebastian Vettel, Mark Webber, die Rede.
Sergio Perez Red-Bull-Zukunft weiterhin nicht sicher
Fotocredit: Getty Images
Mark Webber, das ist jener ehemalige Red-Bull-Pilot, der heute Manager von McLaren-Fahrer Oscar Piastri ist - und dem Bericht nach das Gespräch darüber gesucht haben soll, ob es für seinen Schützling in Zukunft vielleicht eine Möglichkeit auf ein Cockpit bei Red Bull geben könnte.
Die Marko-Aussage wurde prompt als Versuch interpretiert, im heißen Saisonfinale der Formel 1 2024 bei McLaren für Unruhe zu sorgen.
Aber steckt doch auch mehr dahinter? Das wollte der Pay-TV-Sender "Sky" am Freitag im Rahmen seiner Live-Übertragung aus Mexiko genauer wissen.
Auf die Frage von Reporter Peter Hardenacke, ob er in Bezug auf angebliche Gespräche mit Piastri/Webber richtig zitiert worden sei, antwortet Marko: "Nein." Und ergänzt: "Das war irgendein Gespräch mit Webber, und ja, das passiert öfter."
Kein Grund für Spekulationen, oder?
Denn Webber sei "sehr lange bei uns gefahren, sehr erfolgreich, und da wird gleich wieder irgendetwas angedichtet". Zumal die Sachlage klar sei: "Meines Wissens nach" habe Piastri "noch zwei Jahre gültigen Vertrag". Also kein Grund für Spekulationen.
Klar ist: Red Bull hält hinter den Kulissen Ausschau nach potenziellen Fahrern, die Sergio Perez früher oder später ablösen könnten.
In Zukunft vielleicht sogar auch Max Verstappen, sollte dieser eines Tages doch schwach werden und den Abwerbungsversuchen von Mercedes oder Aston Martin erliegen.
Und dass bei Marko gerade die beiden McLaren-Fahrer Piastri und Lando Norris hoch im Kurs stehen, ist auch kein Geheimnis. Nur: Solange die beiden bei McLaren unter Vertrag stehen, wird es wohl schwierig, sie zu bekommen.
"Perez hat einen gültigen Vertrag", aber...
Zumal Marko unterstreicht: "Perez hat einen gültigen Vertrag." Der wurde nämlich erst vor ein paar Monaten verlängert, bis Ende 2026. Allerdings sorgt eine Ausstiegsklausel dafür, dass über Perez' Verbleib im Team weiterhin spekuliert wird.
Marko selbst trägt dazu bei, diese Gerüchte am Köcheln zu halten, indem er ein klares Bekenntnis zu Perez umschifft. Stattdessen sagt er Sätze wie: "Wir werden nach Abu Dhabi die Gesamtsituation evaluieren." Oder, im Interview mit dem "ORF": "Es liegt an ihm. Er muss wieder zu seiner üblichen Leistung auflaufen. Und ich glaube, das wird er auch."
Gleichzeitig erzählt der Red-Bull-Teamchef, er sei "sehr beeindruckt" von Liam Lawsons Auftritt in Austin bei den Racing Bulls gewesen: "Ins Auto zu springen, auf einer Strecke, wo er davor noch nie war, unter dem immensen Druck eines Sprintwochenendes, das hat er sehr gut gemeistert. Und dann auch noch Punkte zu holen: ein super Job!"
Die heißesten Kandidaten für Perez-Sitz
Sollte Perez rausfliegen, könnte 2025 Lawsons große Stunde schlagen. Auch wenn die Chancen von Yuki Tsunoda auf eine Beförderung wahrscheinlich mindestens genauso groß sind. Der Japaner, das wurde am Freitag bekannt, wird nach Saisonende in Abu Dhabi erstmals offiziell für Red Bull Racing testen.
Indes verdichten sich Gerüchte, dass Red Bull auch den Argentinier Franco Colapinto in den Juniorenkader holen könnte, der aktuell bei Williams viele positiv überrascht und den ehemaligen Red-Bull-Fahrer Alexander Albon in arge Bedrängnis bringt.
Der hat nämlich für 2025 bei Williams keinen Platz mehr, weil Carlos Sainz kommt - und wäre rein theoretisch ein Kandidat für die Racing Bulls, sollte er auch bei Audi nicht unterkommen.
Colapinto sei "beeindruckend", räumt Helmut Marko im Interview mit "Sky" ein, betont aber gleichzeitig: "Lawson hat einen genauso guten oder fast besseren Job gemacht. Nach meinem Wissensstand hat Colapinto einen langjährigen Vertrag mit Williams, und momentan sind wir mit unseren Junioren eigentlich gut aufgestellt."
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