Der Hype um den Grand Prix von Miami ist groß, wenn es um die Vermarktung des Events rund um das Hard-Rock-Stadium geht.
Doch die Strecke an sich zieht teilweise auch Kritik auf sich. Und das nicht nur wegen der Nachbesserungen am Asphalt, die selbst während des Wochenendes notwendig waren, oder der Tatsache, dass neben der Ideallinie so wenig Grip ist, dass Überholmanöver im Rennen extrem knifflig werden könnten.
Als unkonventionell gilt vor allem die Passage zwischen den Kurven 11 und 16, insbesondere die Schikane 14/15. Die extrem eng gestaltete Kombination, von vielen Kommentatoren als "Micky-Maus"-Stelle bezeichnet, kommt bei den meisten Fahrern nicht gut an.
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Allen voran: Weltmeister Verstappen. "Gefällt mir überhaupt nicht", sprach der 24-Jährige Klartext. "Passt nicht zu einem Formel-1-Auto." Denn die Fahrzeuge der Generation 2022 seien "zu schwer, zu lang und zu breit" für so eine Passage, erklärte er.
Dabei ist die Kombination immerhin unkonventionell, auch wenn sie eher an eine Kartbahn als an eine Formel-1-Strecke erinnert. Für Verstappen stellt das aber keine fahrerische Herausforderung dar, die in die Königsklasse gehört. Das Fahren dort sei einfach nur nervig.

Stadtkurse in der Formel 1: Ein gefährlicher Trend

Dass immer mehr Stadtkurse wie Miami in den Formel-1-Rennkalender aufgenommen werden und dieser Trend auch weitergehen wird, man denke etwa an Las Vegas 2023, kommt beim Traditionalisten Verstappen nicht gut an.
"Darüber müssen wir Fahrer reden", sagt er. "Hoffentlich können wir in Zukunft ein bisschen mehr mitreden, wie die Strecken gebaut werden. Darüber werden wir uns mit der Formel 1 und der FIA unterhalten müssen."
Die Hitze in Miami sei übrigens "nicht so schlimm", erklärt Verstappen, denn: "Es hat ja die langen Geraden. Die schnellen Kurven kommen mir persönlich gar nicht so schnell vor, weil das einfach sehr lange Kurven sind. Und in den langsamen Kurven kannst du eh nicht viel tun."

Fahrerlager pflichtet Verstappen bei

Verstappen kämpft in dieser Angelegenheit jedoch nicht alleine. "Der Asphalt ist ein Witz", sagte sein Teamkollege Sergio Perez über die Strecke in Miami. "Das Rennen wird schwierig werden, und Fahrer werden Fehler machen, weil wir in eine solche Situation gebracht werden."
"Wir haben gestern gesagt, dass die Strecke, der Asphalt, nicht Formel-1-Standard ist", meinte Fernando Alonso. "Aber wir können nichts dagegen tun. Wir müssen an diesem Wochenende die Show liefern, aber das kommende Jahr muss sich etwas ändern. So ist es sehr schwierig zu fahren."
"Du musst praktisch auf dieser einen Linie bleiben, ansonsten bist du im Grunde nicht mehr wirklich auf der Strecke", sagte Daniel Ricciardo. "Doch statt es zu einer guten Herausforderung zu machen, ist es im Grunde etwas eindimensional, weil du nur eine Option für eine Linie hast, wo etwas Gummi liegt. Ich möchte nicht lügen und sagen, dass ich den Belag mag."
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