Motorsport-Total.com
Formel 1 - Grand Prix von Miami: Fernando Alonso erhebt schwere Vorwürfe nach Sprint-Unfall wegen Lewis Hamilton
Von
Publiziert 04/05/2024 um 22:56 GMT+2 Uhr
Der Start des Sprintrennens beim Großen Preis von Miami hat für Ärger gesorgt. Fernando Alonso warf den Stewarts Diskriminierung vor, nachdem diese Lewis Hamilton nicht für sein Manöver in der ersten Runde bestraften, obwohl in dessen Folge mit Lando Norris und Lance Stroll zwei Fahrer ihre Wagen abstellen mussten und sogar das Safety Car für einige Runden auf die Strecke kommen musste.
Fernando Alonso erhob schwere Vorwürfe nach dem Sprintrennen von Miami
Fotocredit: Getty Images
Fernando Alonso hat ernste Vorwürfe erhoben. Lewis Hamilton habe keine Strafe für die erste Kurve in Miami bekommen, "weil er kein Spanier" sei.
Der Mercedes-Pilot war am Start zum Sprint in Miami ziemlich optimistisch in Kurve eins gefahren und hatte dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst, die zum Aus von Lance Stroll (Aston Martin) und Lando Norris (McLaren) geführt hatte.
"Lewis kam innen wie ein Dartpfeil durchgeschossen", beschrieb Nico Hülkenberg (Haas) nach dem Sprint, und auch Alonso sagte am Funk, Hamilton sei "wie ein Bulle" angerauscht gekommen. Der Spanier selbst trug bei der Kollision mit Teamkollege Stroll einen Reifenschaden davon und fuhr dem Feld anschließend hinterher.
Eine Strafe sprachen die Kommissare für den Vorfall aber nicht gegen Hamilton aus - wie Alonso mutmaßte, weil er eben kein Spanier ist. Die gleichen Vorwürfe hatte der Routinier schon vor einigen Jahren getätigt.
Kommissare weisen Aston-Martin-Beschwerde ab
"Ich denke, er hat das Rennen für ein paar Leute ruiniert, vor allem für Norris, der ein sehr schnelles Auto hatte, bei dem Unfall aber involviert war", so der Aston-Martin-Pilot.
Die Aussagen Alonsos kommen nach einer eigenen Strafe gegen den Spanier beim Sprint in China vor wenigen Wochen, als er mit Landsmann Carlos Sainz (Ferrari) aneinandergeraten war, eine Rennstrafe und überraschend harte drei Strafpunkte erhielt.
Aston Martin wollte die Strafe noch einmal überprüfen lassen, allerdings wurde der Antrag von den Kommissaren abgewiesen.
Dabei hätte Alonso selbst durchaus eine Strafe für die erste Kurve bekommen können, weil er auch ohne Hamiltons Manöver ziemlich optimistisch unterwegs gewesen war und mit Stroll aneinandergeraten wäre. Aber auch da gab es seitens der Kommissare keinen Grund zur Beanstandung.
Alsono: Sprint "Nicht wirklich ein Rennen"
"Vielleicht habe ich heute keine Strafe bekommen, aber sonst werde ich immer bestraft", zuckte Alonso mit den Schultern und erklärte , dass er auf dieser Grundlage den Rest seines Rennens ausgerichtet habe, als er am Ende des Feldes lag.
"Ich war hinter Ocon und hätte vielleicht ein Risiko eingehen und ihn überholen können, aber ganz logisch gehe ich das Risiko nicht ein, um nicht bestraft zu werden", so Alonso. "Ich versuche einfach über die 19 Runden zu kommen und dann mit dem Team über Änderungen zu reden."
Denn aus seiner Sicht war der Sprint nach dem Start nur noch eine Versuchsfahrt. "Wir haben einfach den Abbau und Dinge für morgen gecheckt", verriet er. "Für uns ist das ein Training, nicht wirklich ein Rennen."
"Jetzt beginnt der wichtige Teil des Rennens: das Qualifying und die 57 Runden morgen. Ich denke, wir können ein paar Schlüsse aus dem Sprint ziehen und schauen, ob wir das Auto ein wenig verbessern können."
Das könnte Dich auch interessieren: Ferrari muss sich wohl gedulden: Newey kündigt Auszeit an
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/04/03/3942585-80065408-2560-1440.jpg)
Voller Fokus auf Suzuka: Verstappen brennt auf Revanche
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung