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Seit Donald Trump: Formel 1 in den Vereinigten Staaten mit ordentlich Diskussionsstoff - ist die Königsklasse abhängig von der USA?
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Publiziert 04/05/2025 um 11:56 GMT+2 Uhr
Die Formel 1 gastiert an diesem Wochenende in den USA. Der GP von Miami ist im vollen Gange. Dass die Vereinigten Staaten ein heißdiskutierter Austragungsort sind, ist schon länger klar. Die Rennserie reagiert darauf mit einer Vertragsverlängerung für Miami bis 2041. Der Formel-1-CEO Stefano Domenicali kam aus dem Schwärmen nicht heraus, Miami sei eines "der wichtigsten Events" der Rennserie.
Ist die Formel 1 abhängig von der USA?
Fotocredit: Getty Images
Einige Staatenlenker blicken derzeit sorgenvoll auf die USA, die Zollpolitik von Präsident Donald Trump (be)trifft unzählige Menschen auf der Welt - die Formel 1 aber hat die Vereinigten Staaten als gelobtes Land für die nächsten Jahrzehnte identifiziert und Pflöcke eingeschlagen.
Der Vertrag mit dem Großen Preis von Miami wurde vor dem Rennen am Sonntag bis 2041 (!) verlängert, die weiteren US-Standorte Austin und erst recht Las Vegas sind ebenfalls gesetzt. Eher wird ein vierter Grand Prix dazukommen, als dass ein Rennen weichen muss, zumal 2026 ein weiterer US-Rennstall (Cadillac) einsteigt.
"In nur drei Jahren hat sich der Miami Grand Prix zu einem der wichtigsten und spektakulärsten Events entwickelt", frohlockte Formel-1-CEO Stefano Domenicali anlässlich der XXL-Verlängerung, die ein "strategischer Meilenstein" sei. Das Rennen auf dem Parkplatz des Hard Rock Stadium gebe "ein außergewöhnliches Beispiel für Qualität und Vision", der "Geist und die Ambitionen der Formel 1 in den USA" würden hier "perfekt verkörpert".
Nicht ganz unwichtig für die gute Stimmung: Auch die Zahlen stimmen. Die Tribünen in dem Land, in dem jahrzehntelang nur IndyCar und Nascar im Motorsport zogen, sind randvoll. Seit der Premiere 2022 habe das Rennen in Miami für die lokale Wirtschaft einen Beitrag von über einer Milliarde Dollar geleistet, rechnet die Formel 1 vor.
TV-Vertrag bringt viel Geld
Die Rennserie nimmt auch allzu gerne Geld aus den USA: Ein Mega-TV-Vertrag über 180 Millionen Dollar pro Jahr sei in Reichweite, berichtet das Wall Street Journal - vor wenigen Jahren noch verschenkte die Formel 1 die US-Übertragungsrechte an ESPN, um einen guten Sendeplatz zu erhalten. Die Strategie des Formel-1-Eigners Liberty Media ist voll aufgegangen: Das bisweilen pathetisch überzogene Netflix-Format "Drive to Survive" hat neue Fangruppen erschlossen, der bald erscheinende Kinofilm "F1" mit Brad Pitt dürfte den vorläufigen Höhepunkt in der Außendarstellung markieren.
Dazu vergeht kaum ein Tag, an dem kein Team einen Sponsorendeal mit einem US-Unternehmen vermeldet, und wenn es nur um Wein aus dem Hause des Sängers Jon Bon Jovi geht.
Teams sind besorgt
Aber: Auch wegen dieser starken Bindung an die Vereinigten Staaten wuchsen seit Beginn der zweiten Amtszeit von Trump im Weißen Haus die Sorgen bei den Teams. Vor allem natürlich bei Haas, das in North Carolina ansässig ist und dem milliardenschweren Werkzeugmaschinenhersteller Gene Haas gehört. Dessen Exportgeschäft ist durch Trumps erratische Zoll-Politik massiv bedroht, die Produktion wurde gedrosselt, Haas richtete einen sorgenvollen Brief an die US-Regierung.
Großsponsor bei Ferrari ist seit einem guten Jahr ein Computer- und Druckerhersteller aus den USA, dessen Wert für das Team so groß ist, dass den traditionell roten Ferrari mittlerweile einige blaue Farbakzente "zieren". Entsprechend verfolgt auch Teamchef Fred Vasseur jede Bewegung der US-Regierung und gibt zu: "Es sorgt für etwas Unsicherheit."
Große Sponsoren kommen aus der USA
Die größten Geldgeber bei Racing Bulls, dem kleinen Schwesterteam von Red Bull, sind zwei US-Firmen aus der Finanzbranche. Ein Absprung wäre schwer zu verkraften, vor allem nicht kurzfristig.
Die US-Sponsoren des Teams würden "die Situation sehr genau analysieren", sagte Geschäftsführer Peter Bayer zuletzt: "Es gibt eine große Unsicherheit, wie es nun wirklich mit den Zöllen weitergeht. Wir befinden uns alle in gewisser Weise in einer Warteschleife."
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(SID)
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Quelle: Perform
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