Haas-Teamchef Günther Steiner spricht in einem Interview über sein Verhältnis zu Mick Schumacher

Nach nur zwei Saisons war für Mick Schumacher Schluss bei Haas in der Formel 1. In der Folge machten Äußerungen von Teamchef Günther Steiner den Anschein, dass dessen Verhältnis zum 24-Jährigen von Anspannung geprägt gewesen sei. Dies bestritt der Motorsport-Funktionär nun im Interview mit der "Sport Bild" und betonte, dass die Beziehung zwischen den Beiden nie schlecht war.

Haas F1 Team's German driver Mick Schumacher (R) speaks with Haas F1 team's Italian team principal Guenther Steiner in the pits of the Zandvoort circuit during the second free practice session ahead of the Dutch Formula One Grand Prix, on September 2, 202

Fotocredit: Getty Images

"Ich persönlich habe mit dem Jungen kein Problem", sagte der Italiener gegenüber "Sport Bild".
"Die Beziehung wurde schlechter gemacht, als sie war", fügte Steiner hinzu. Allerdings gab er zu: "Sie war vielleicht nicht fantastisch, aber bestimmt nicht schlecht."
Der Vertrag von Schumacher bei Haas war Ende des Jahres 2022 nach zwei Saisons nicht verlängert worden. Zuvor war der Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher auf die WM-Plätze 19 und 16 gefahren.
Auf die Frage, ob Steiner noch mit Schumacher in Kontakt stünde, erwiderte der 58-Jährige: "Ich habe ihn kaum gesehen. Wir haben im Fahrerlager beim Reingehen mal Hallo gesagt. Ich werde sicher mal mit ihm sprechen, wenn sich die Gelegenheit bietet."

Steiner bezeichnete Schumacher einst als "totes Pferd"

Die Mutmaßungen über ein schwieriges Verhältnis hatte Steiner mit einer Aussage über den Jung-Fahrer selbst angestoßen. So sagte er einst über Schumacher: "You can’t beat up a dead horse" - zu Deutsch: "Man kann nicht auf ein totes Pferd einschlagen".
Zu viel Bedeutung wollte der Südtiroler dem allerdings nicht beimessen: "Die Aussage über Mick wurde missverstanden. Es ist eine Redewendung in Amerika. Weil man es als etwas Totes bezeichnet, klingt es extrem. Ich wollte aber nicht sagen, dass Mick tot war oder so. Das war vielleicht eine ungeschickte Aussage, weil die Übersetzung auf Deutsch viel zu harsch und direkt war."
Dennoch bereue der Haas-Teamchef seine Worte heute: "Ich habe damals nicht darüber nachgedacht, weil es für mich eine Aussage war, die man so macht, wenn man auf Englisch locker spricht." Er würde es heute "anders formulieren".
"Mick hat mit mir nie darüber gesprochen. Es wurde auch von außen getrieben, um mich schlecht zu machen. Ich nehme an, dass man es anders sagen könnte, und wenn Leute das kritisieren, bin ich okay damit. Ich habe nicht schlecht geschlafen deswegen", fügte Steiner hinzu.
Schumacher selbst ist inzwischen als Ersatzfahrer für Mercedes aktiv.
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