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Haas-Chef Steiner: Duell mit Verstappen hat Mick Schumacher geholfen, Schumacher nicht so unsicher, wie geglaubt
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Publiziert 15/07/2022 um 09:02 GMT+2 Uhr
Im Interview mit "Motorsport Total" hat sich Haas-Chef Günther Steiner erfreut über den Aufschwung von Mick Schumacher gezeigt. Eine Genugtuung nach der zuletzt geäußerten Kritik an Schumacher und dem Team sei dies zwar nicht. "Aber wir haben auf das Ziel hingearbeitet, dass Mick erfolgreich wird und schnell fährt. Das haben wir erreicht. Das freut mich", sagte Steiner.
Mick Schumacher jagte in den letzten Runden Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Ein Problem sei für seinen Piloten vor allem die teamintern veränderte Situation im Vergleich zum Vorjahr gewesen. In der vergangenen Saison hatte er seinen Teamkollegen Nikita Masepin deutlich im Griff. Dieses Jahr hat er gegen Kevin Magnussen deutlich mehr zu kämpfen.
"Auch für Mick war es am Anfang schwierig, denn er war letztes Jahr ziemlich überlegen. Und dann ist er auf einmal ziemlich unterlegen. Ich glaube schon, dass das Einfluss darauf hat, wie ein Fahrer fährt, wie er sich selbst Druck macht. Das musste er lernen", so Steiner.
"Ich sage immer: 'Je weiter du nach oben kommst, desto dünner wird die Luft und desto dicker das Fell, das du brauchst.' Nehmen wir den Zweikampf mit Verstappen in Silverstone. Er hat ihn zwar verloren, aber das war gut für ihn, denn dabei konnte er viel lernen. Das geht am besten von den richtig Guten. Wenn du gegen solche Gegner kämpfst, lernst du schnell", fügte der 57-Jährige hinzu.
"Jetzt muss Mick lernen, in einem besseren Fahrzeug zu fahren und weiter vorn mitzukämpfen und Punkte zu holen. Logischerweise wird weiter vorn härter gekämpft. Das ist normal. Deswegen finde ich es gut, dass wir dieses Niveau jetzt erreicht haben. Jetzt müssen wir eine Stufe nach der anderen nehmen, bis es ganz normal ist, um Punkte zu kämpfen", so der Italiener.
"Schumacher nie so unsicher, wie er glaubt"
Schumacher habe es aber geschafft, auch in der kritischen Phase größtenteils das Selbstvertrauen zu behalten. "So unsicher, wie ihr alle geglaubt habt, war er nicht. Seit Kanada geht alles ein bisschen leichter von der Hand. Man sieht ihm an, dass er glücklicher ist", so Steiner.
Der Teamchef deutete an, dass die Zukunft Schumachers bei Haas nicht nur in den Händen Ferraris liege. "Ich werde über keine Ferrari-Verträge mit uns sprechen. Und auch nicht über Verträge zwischen Ferrari und Mick, weil ich die im Detail auch nicht kenne. Ich kenne das große Ganze, aber die Details kenne ich nicht und will ich auch gar nicht kennen“, sagte er.
Er ergänzte allerdings: "Man darf nicht schlussfolgern, dass uns Ferrari sagt, was wir tun müssen. Wir haben da ein Mitspracherecht."
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