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Schwerer Unfall von Carlos Sainz im 3. Freien Training zum Großen Preis von Russland in Sotschi
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Publiziert 10/10/2015 um 12:18 GMT+2 Uhr
Ein schwerer Unfall des spanischen Formel-1-Piloten Carlos Sainz jr. hat das dritte freie Training zum Großen Preis von Russland überschattet und die Bestzeit von Nico Rosberg zur Nebensache gemacht. Erst zwanzig Minuten nach seinem Einschlag in die Streckenbegrenzung wurde Sainz geborgen, zuvor bestand keine Funkverbindung zum 21-Jährigen. Sainz hob anschließend allerdings den Daumen.
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Der Rookie wurde mit einem Helikopter für genauere Untersuchungen in eine Klinik gebracht. Kurz vor dem Start des Qualifyings gab das Management des Spaniers Entwarnung, dem Fahrer gehe es "perfekt. Er wurde untersucht, alles ist in Ordnung. Er hat sich nicht verletzt", twitterte Borja Ortiz-Echagüe und stellte ein Bild des lächelnden Fahrers im Krankenbett dazu.
Eine Teilnahme am Rennen bleibt dennoch fraglich. "Das hat jetzt nicht Priorität. Wir wollen kein Risiko eingehen", hatte Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost unmittelbar nach dem Unfall in Sotschi gesagt.
Das Training, das nach 35 von 60 geplanten Minuten mit Roter Flagge abgebrochen worden war, wurde nicht wieder aufgenommen. Sainz hatte vor Kurve 13 an einem der schnellsten Abschnitte der Strecke bei Tempo 300 die Kontrolle über seinen Toro Rosso verloren. Das Heck brach aus, das Auto geriet heftig an die seitliche Bande und verlor den Vorderreifen. Dadurch konnte Sainz nicht mehr verzögern, am Ende der Geraden bohrte sich der Bolide derart unter die ausgepolsterten Spezialbarrieren, dass er zunächst nicht befreit werden konnte.
In dieser Phase bestand keine Verbindung zu Sainz, "wir haben keinen Strom mehr", funkte das Team an dessen Stallkollegen Max Verstappen. Über die Ursachen für den Crash konnte Tost zunächst keine Auskunft geben. "Er hat das Auto beim Bremsen verloren, wir wissen noch nicht warum", sagte der Österreicher, derzeit gebe es keinen Hinweis auf einen Schaden.
Rosberg hatte in der stark verkürzten Session zuvor die nicht sonderlich aussagekräftige Bestzeit in 1:38,561 Minuten gesetzt und war damit schneller als sein Stallrivale, Weltmeister Lewis Hamilton (England/1:39,363) auf dem dritten Rang. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg (1:39,917) wurde Sechster, Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (1:42,686) lag vor dem Qualifying ohne schnelle Runde nur auf dem 16. Platz.
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