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Max Verstappen - Red-Bull-Star poltert nach Enttäuschung im Sprint-Qualifying von Sao Paulo: "Einfach nur Müll"
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Publiziert 08/11/2025 um 12:29 GMT+1 Uhr
Max Verstappen beendete das Sprint-Qualifying beim Großen Preis von Brasilien nur auf Platz sechs. Der Weltmeister haderte mit seinem Red Bull und spricht von einem völlig unberechenbaren Auto. "Es war einfach nur Müll", sagte Verstappen bei "Viaplay"."Ich hatte viele Vibrationen im Auto und bin überall herumgehüpft. Außerdem hatte ich in den langsamen Kurven keinen Grip".
Verstappen brennt auf Hattrick - Rekordjagd zwischen Red Bull und McLaren
Quelle: Perform
Er ergänzte: "Das Auto wollte nicht einlenken, und ich hatte keine Traktion. Das war's."
Schon zuvor wirkte Verstappen am Funk frustriert und meldete, das Auto fühle sich "komplett kaputt" an. Auf dem neu asphaltierten Kurs von Interlagos fanden weder er noch Teamkollege Yuki Tsunoda in den Rhythmus. Tsunoda schied bereits in SQ1 aus, während Verstappen sich nur um eine Zehntelsekunde in die Top 10 retten konnte.
Im finalen Shootout reichte es dann nur zu Startplatz sechs hinter Fernando Alonso, während McLaren-Pilot Lando Norris die Sprint-Pole vor Andrea Kimi Antonelli und Oscar Piastri holte.
Bereits im Training deutete sich an, dass Red Bull Probleme mit dem Grip bekommt. Auf den härteren Reifen funktioniert der RB21 noch ordentlich, auf den Softs aber bricht das Fahrgefühl ein.
Verstappen spürt Unterschiede zwischen Hard und Soft
"Auf den harten Reifen habe ich das nicht so stark gespürt, aber auf den Softs hat es sich schon nicht gut angefühlt", erklärte Verstappen. "Und es war die gleiche Geschichte im Sprint-Qualifying."
Red Bull vermutete ein aerodynamisches Problem. Berater Helmut Marko bestätigt, dass der Wagen schlicht zu wenig Abtrieb hat: "Es ist im Grunde kein Grip vorhanden, was bedeutet, dass wir nicht genug Downforce haben", sagte er beim "ORF". "Das können wir fürs Sprintrennen nicht beheben. Aber hoffentlich können wir mit den Daten herausfinden, wie wir fürs Hauptrennen konkurrenzfähiger werden."
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Max Verstappen im Red Bull
Fotocredit: Getty Images
Marko: Verlieren im Mittelsektor vier Zehntel
Marko präzisiert, wo Red Bull die meiste Zeit verliert: "Wir sind in Sektor eins und in Sektor drei bis auf Hundertstel dabei. In Sektor zwei, wo auch die meisten Kurven sind, fehlt uns einfach die nötige Downforce, der nötige Grip", erklärte er.
"Wir verlieren vier Zehntel auf einem relativ sehr kurzen Zeitabschnitt, und wir kriegen einfach keinen Grip. Mit dem Medium-Reifen ist es besser gegangen, aber das ist letztlich eine Frage der Downforce - und da scheint irgendwas nicht richtig zu funktionieren", fügte Marko hinzu.
Der Österreicher verweist zudem auf die Schwierigkeiten mit dem neuen Asphalt in Interlagos. "Es gibt verschiedene Faktoren, die da zusammenspielen", sagte Marko. "Mit einem Medium-Reifen ist das alles wesentlich besser gewesen, und wenn du weniger Downforce hast, dann - je besser der Reifen haftet - umso krasser wirkt sich das dann halt aus."
Hoffnung auf Daten und vielleicht Regen
Für das Sprintrennen erwartet Marko keine Wunder. "Für das Sprintrennen sehe ich keinerlei Möglichkeiten, außer es regnet vielleicht", meint er. "Aber das Entscheidende ist, dass wir die Daten aus dem Sprint entsprechend auswerten. Yuki Tsunoda ist auf dem gleichen Set-up, das heißt, wir kriegen doppelt die Daten, damit wir herausfinden, warum wir im Sektor 2 derartig viel verlieren."
Die Longrun-Daten aus dem ersten Training machen ihm allerdings etwas Mut: "Die Longruns waren besser, das war aber ein harter Reifen", sagt Marko. "Momentan wissen wir eigentlich noch nicht genau, mit welchen Reifen wir das Sprintrennen morgen bestreiten werden."
Verstappen selbst glaubt jedoch nicht, dass Regen ihm helfen würde. "Ich denke, es ist ziemlich klar, dass uns etwas fehlt", sagte er. "Ich erwarte nicht, dass es plötzlich im Nassen viel besser ist. Für uns ist es einfach ziemlich schlecht."
Tsunoda erneut früh raus
Auch Yuki Tsunoda erlebt einen schwierigen Freitag. Zum dritten Mal in vier Sprintqualifyings scheidete er schon in SQ1 aus. Zudem hatte eine frühe Kollision mit der Mauer im ersten Training, die viel Trainingszeit kostete.
"Das ist etwas enttäuschend, da haben wir uns mehr erwartet", sagte Marko. "Aber wenn das Auto schwieriger zu fahren ist, dann haben wir immer gesehen, dass der Abstand zu Max entsprechend anwächst."
Damit steht Red Bull vor einem schwierigen Samstag. Der RB21 leidet auf den Softreifen unter mangelndem Grip, der Abtrieb stimmt nicht - und Verstappen bezeichnet das Auto selbst als "einfach nur Müll".
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