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Carlos Sainz wird nach seinem Befreiungsschlag für Ferrari beim GP von Singapur gefeiert - "Ein genialer Stratege"
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Publiziert 19/09/2023 um 14:44 GMT+2 Uhr
Carlos Sainz galt mal als Nummer zwei bei Ferrari, nun hat er den trägen Riesen wachgeküsst - und wird in Italien schon mit den Größten verglichen. Die Presse feiert die clevere Strategie des Spaniers, mit der er auf den Schlussrunden beim GP von Singapur die Mercedes in Schach gehalten hat. Mit einem Sieg und einem dritten Platz in den letzten beiden Rennen erweist er sich als Mann der Stunde.
Carlos Sainz (Ferrari) - GP of Singapore 2023
Fotocredit: Getty Images
Die Formel 1 hat einen Ohrwurm, und Carlos Sainz ist schuld. Den "Smooth Operator" hatte man lange nicht mehr gehört, in Singapur aber brummte der Spanier diesen Song aus dem Jahr 1984 wieder in Ferraris Teamfunk - es ist seit einer Weile sein Markenzeichen an erfolgreichen Tagen, und davon gibt es für Sainz gerade einige.
"Fantastisch" sei der 29-Jährige momentan unterwegs, sagt Ferrari-Teamchef Fred Vasseur, und das lässt sich mit Zahlen unterlegen: Zweimal die Pole Position, ein dritter Platz und nun der Sieg in Singapur, kein Formel-1-Pilot war in den vergangenen beiden Rennen so stark wie Sainz. Und diese Entwicklung ist durchaus bemerkenswert.
Denn eigentlich galt der Sohn der Rallye-Legende Carlos Sainz sr. seit seiner Ankunft bei Ferrari im Jahr 2021 als Nummer zwei im Team. Charles Leclerc, der Zögling der Scuderia, das Ausnahmetalent, sollte dem Rennstall doch eigentlich den Erfolg zurückbringen.
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Mittlerweile ist Leclerc auch schon 25 Jahre alt, und Sainz hat ihm vorerst den Rang abgelaufen. Er war es, der die endlose Siegesserie von Max Verstappen und Red Bull beendete, Ferrari den ersten Sieg nach 14 Monaten schenkte. Besonders bemerkenswert war, wie er das tat.
Ferrari mit Strategie zum Erfolg
Als "genialer Stratege" habe er sich gezeigt, schrieb die "Gazzetta dello Sport" und verglich ihn schon mit den Größten. Sainz sei "intelligent wie Niki Lauda und schlau wie Alain Prost".
Denn als sein Sieg in Singapur in der engen Schlussphase zu wackeln begann, hatte Sainz eine Idee - auf die nicht mal Ferraris Chefstrategen kamen. Von hinten rauschte das Mercedes-Duo George Russell und Lewis Hamilton auf frischeren Reifen heran, Lando Norris war auf Rang zwei noch ein Puffer, wäre aber wohl schnell überholt worden.
Also ließ Sainz den McLaren näher herankommen, gewährte Norris dadurch einen Windschatten und die Öffnung des Klappflügels DRS - und die Mercedes kamen auf den Geraden nicht mehr nah genug für ein Manöver.
Irgendwann während dieser Prozedur meldete sich Ferraris Kommandostand mit unruhiger Stimme. "Norris liegt nur noch 0,8 Sekunden hinter dir", so die Botschaft. "Ja", funkte Sainz zurück, "das mache ich extra." Wenig später durfte dann gesungen werden.
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(SID)
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