GP Spanien in Madrid: Lewis Hamilton stellt in Kontroverse klar - Habe nie Nummer-1-Status von Ferrari eingefordert

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Ausgerechnet beim Großen Preis von Italien in Monza, dem wichtigen Heimspiel von Ferrari, kam es zum Zoff zwischen Lewis Hamilton und seinem Teamkollegen Charles Leclerc: Der Monegasse hatte dem Rekordweltmeister in der ersten Kurve nach dem Start zu wenig Platz gelassen und ihn leicht von der Strecke gedrückt. Hamilton kritisierte daraufhin die fehlenden klaren Spielregeln bei Ferrari.

Ferrari: Lewis Hamilton und Charles Leclerc beim GP Italien

Fotocredit: Getty Images

Hamilton stellt nun jedoch unmissverständlich klar, dass er niemals den Nummer-1-Status gefordert habe. "Das ist eigentlich überhaupt nicht das, worum ich gebeten habe", antwortet der Brite auf die Frage, ob es mittlerweile an der Zeit sei, den Fokus auf ihn zu konzentrieren.
"Es geht wirklich nur darum, dass wir unsere Leistung abrufen", so Hamilton, "um sicherzustellen, dass wir das beste Ergebnis für das Team herausholen. Anstatt dass wir gegeneinander arbeiten und Vierter und Fünfter werden, können wir vielleicht zusammenarbeiten und ein Podium holen, mehr Punkte einfahren."
Dabei würde eine Teamorder bei der Scuderia mittlerweile durchaus Sinn machen: Der Rückstand von Lewis Hamilton auf WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli beträgt 76 Punkte, während Charles Leclerc nach seiner Nullnummer in Monza schon 112 Zähler zurückliegt.

Hamilton konstant, aber nicht schnell genug

Hamilton profitiert von seiner bemerkenswerten Konstanz, denn der Rekordweltmeister ist der einzige Fahrer, der jedes Rennen der laufenden Saison in den Top 10 beendet hat. Drei sechste Plätze in Suzuka, Miami und Monza sind bislang seine schlechtesten Ergebnisse.
Allerdings hat die Scuderia in dieser Saison noch keine einzige Poleposition geholt, was vor allem auf die Power-Unit zurückzuführen ist. "Wenn man sich das letzte Rennen ansieht: Mercedes war auf den Geraden sechs Zehntel pro Runde schneller", betont Hamilton.
"Auf fast allen anderen Strecken waren es drei oder vier Zehntel. Wir haben nur auf den Geraden verloren. Ich denke, wir haben einen wirklich tollen Job gemacht, wenn man bedenkt, dass wir diesen Rückstand hatten, und wir verbessern das Auto stetig weiter."
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Die beiden Ferrari-Piloten behinderten sich in Monza gegenseitig

Fotocredit: Getty Images

Hamilton will Schwäche bei Mercedes ausnutzen

"Wir haben Verbesserungen am Motor vorgenommen", erinnert der Brite an das neueste Update bei Ferrari. "Wir wussten, dass das letzte [Motor-]Upgrade kein Allheilmittel sein und diese Lücke nicht vollständig schließen würde. Aber für mich ist es wirklich positiv zu sehen, dass wir kontinuierlich Schritte nach vorne machen."
"Sie sind einfach sehr, sehr schnell, und das ist nicht leicht", ergänzt Hamilton mit Blick auf die Silberpfeile. "Wie ich schon sagte: Anstatt uns auf sie zu konzentrieren - sie stehen für mich im Moment nicht im Fokus -, sollte unser Fokus einfach darauf liegen, wie wir an unseren Wochenenden das Maximum herausholen und bestmöglich abliefern können."
"Denn es wird Wochenenden geben, an denen sie herausragend sind, und es wird Wochenenden geben, an denen sie vielleicht patzen. Solange wir uns einfach auf unsere Konstanz konzentrieren und versuchen, unsere Wochenenden zu optimieren, wird es vielleicht einen Moment geben, in dem wir aus ihren Schwächen Kapital schlagen können."
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