Auf dem Berg- und Talkurs in Spielberg war es auch emotional ein Auf und Ab für Max Verstappen, am Samstagnachmittag stand er dann aber doch ganz oben: Der Niederländer geht von der Pole Position in das Heimrennen seines Red-Bull-Rennstalls, nach abwechslungsreichen Trainings lag der WM-Spitzenreiter am Ende mehr als zwei Zehntel vor dem Rest des Feldes - und wird am Sonntag (15.00 Uhr) direkt vor Weltmeister Lewis Hamilton starten.
"Es ist nie einfach, es wird morgen wieder sehr eng", sagte Verstappen: "Aber das Auto war im Qualifying sehr stark, und Startplatz eins ist hier in der 'Heimat' besonders schön."
Hamilton räumte ein, dass sein Qualifying "nicht das Beste" war, er profitierte sogar von einer Strafe gegen seinen Teamkollegen: Valtteri Bottas, der um einen neuen Vertrag bei Mercedes fährt, wurde Zweiter hinter Verstappen. Der Finne hatte sich schon im Freitags-Training allerdings einen Dreher in der Boxengasse geleistet und wird dafür um drei Startplätze zurückgestuft.
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Damit steht Hamilton auf Position zwei, McLaren-Pilot Lando Norris und Verstappens Teamkollege Sergio Perez folgen auf den Rängen drei und vier.

Vettel erlebt Rückschlag

Mit Blick auf das Rennen gab sich Hamilton zurückhaltend. "Wir waren nah dran auf eine Runde, aber in den Longruns sah die Lücke groß aus, eine Viertelsekunde vielleicht", sagte er: "Vielleicht gibt es trotzdem Überraschungen, vielleicht regnet es ja auch."
Für Sebastian Vettel wurde der Österreich-Auftakt, wo nun zwei Rennen in Folge gefahren werden, zum Rückschritt. Zuletzt dreimal in Folge in den Punkten, landete der Aston-Martin-Pilot am Samstag nur auf Startplatz 14. Mick Schumacher holte im Haas den 19. Rang.
"Ich habe keine saubere Runde hinbekommen, und wenn es dann so eng wie heute zugeht, dann kostet das viele Plätze", sagte Vettel: "Aber auf dieser Strecke kann man gut überholen, mal sehen, was im Rennen möglich ist."
Bis zum Qualifying war das Rennwochenende ein stetes Hin und Her zwischen Verstappen und Hamilton gewesen. Der Niederländer kam als deutlicher Favorit in Spielberg an und schloss den Trainingsfreitag auch als Schnellster ab. Allerdings hatte Hamilton mit der inoffiziell besten Runde schon mal Ansprüche angemeldet, sie wurde dem Engländer wegen Missachtens der Streckenbegrenzung wieder aberkannt.

Verstappen beschwert sich über Hamilton

Im dritten Training am Samstagmittag stand dann Hamilton ganz offiziell ganz oben in der Zeitenliste, das enge Duell wurde intensiver, Verstappen beschwerte sich im Boxenfunk lautstark über den Weltmeister, "jedes Mal fährt er in meinen Weg", schimpfte der 23-Jährige.
Am Ende reichte es doch recht deutlich, Mercedes konnte aber besser mithalten als erwartet. Das galt schon zum Start des Qualifyings für einige Autos: Auch McLaren und AlphaTauri waren nah dran an der Spitze.
Für Vettel war das starke Mittelfeld ein großes Problem. Nur relativ knapp schaffte der Hesse es in den zweiten Abschnitt des Qualifyings, im Q2 war dann Schluss für ihn. Auch, weil er offensichtlich nicht das Maximum aus seinem Auto holen konnte: Sein Teamkollege Lance Stroll wurde Zehnter.
Das Wetter in der Steiermark blieb indes auch am Samstag unvorhersehbar. Eigentlich war Gewitter-Gefahr angekündigt, es blieb aber trocken, und die Wolken ließen sehr viel Sonne durch. Der Asphalt heizte sich während des Qualifyings auf bis zu 55 Grad auf. Am Rennsonntag sind erneut Schauer und Gewitter möglich.

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