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Formel 1 - Niki Lauda wettert gegen Halo-Einführung: "Der größte Rückschritt"
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Publiziert 29/07/2017 um 15:53 GMT+2 Uhr
Der dreimalige Weltmeister Niki Lauda hat die Einführung des Cockpitschutzes Halo zur kommenden Saison scharf kritisiert. "Fürchterlich, es bringt der Formel 1 nichts. Das ist der größte Rückschritt", sagte der Aufsichtsratschef des Mercedes-Rennstalls am Rande des Qualifyings in Ungarn bei RTL: "Jeder soll sich entscheiden, ob er einen Kiosk aufmachen oder in der Formel 1 fahren will."
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Die Königsklasse sei auch ohne diesen Schutz "extrem sicher", sagte der 68-jährige Österreicher, der 1976 auf dem Nürburgring einen Feuerunfall nur knapp überlebt hatte.
Lauda klagte den Automobil-Dachverband an, der Formel 1 durch den Beschluss das Flair zu rauben:
Auch einige aktuelle Piloten hatten im Vorfeld des elften WM-Laufs auf dem Hungaroring Kritik am Alleingang der FIA geäußert, welche die Einführung des "Heiligenscheins" ab der Saison 2018 in der Vorwoche gegen den Willen vieler Teams durchgesetzt hatte.
Fahrer wie Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Lewis Hamilton begrüßten die Einführung dagegen: Die Sicherheit müsse an erster Stelle stehen.
Mercedes bleibt in der Formel 1
Die Konstruktion umfasst zwei Streben aus Titan, die seitlich am Cockpit nach vorne geführt werden und frontal in einer Hauptstrebe zusammenlaufen. Dieser Schutz soll ganze Autos, größere Trümmerteile oder Reifen aufhalten. Laut einer FIA-Studie soll die Überlebenschance durch den Halo in verschiedenen Unfallszenarien um 17 Prozent steigen.
Lauda sieht Mercedes ganz unabhängig von der Entscheidung für die Formel E auch weiterhin als festen Bestandteil der Formel 1. "Die Formel 1 ist der Rennsport von Mercedes", sagte der Aufsichtsratschef des Werksteams: "Das ist überhaupt kein Thema, die Formel 1 zu verlassen."
Abschied aus der DTM
Zuletzt hatte Mercedes angekündigt, zum Ende der Saison 2018 das Engagement in der Tourenwagenserie DTM zu beenden und anschließend in der Elektrorennserie Formel E zu starten. "Wir mussten an die Zukunft denken. Wo geht die Straße auch hin?", erklärte Lauda. Zudem werde die Formel E "bis 2019 attraktiver sein" als zum jetzigen Zeitpunkt: "Noch wechseln die ja die Batterie."
An diesem Wochenende wird die dritte Saison der Elektro-WM in Montréal abgeschlossen. Momentan müssen die Piloten bei der Hälfte des Rennens das Auto wechseln, ab der fünften Saison (2018/2019) sollen neue Batterien die Boliden über die komplette Renndistanz versorgen.
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