Nach Qualifying in Baku: Max Verstappen wütend auf Valtteri Bottas

Der neue Grand Prix von Europa in Aserbaidschan hat seinen ersten handfesten Streit. Beim Qualifying in Baku gerieten am Samstag Valtteri Bottas und Max Verstappen gleich zweimal aneinander. Der Williams-Pilot scheiterte in Kurve 1 mit seinen Überholmanövern und erhält dafür aus dem Red-Bull-Lager schwere Vorwürfe. Und eine Aussöhnung ist vor dem Start am Sonntag nicht abzusehen.

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Die Streithähne gehen lediglich von den Rängen acht und neun ins Rennen. Verstappen ist überzeugt: Die Aktionen haben ihn Startreihe eins versaut.
"Es war gefährlich, unnötig und nicht clever, was er getan hat", wettert der Teenager gegen den Finnen. "Ich habe mich auf meine Runde vorbereitet und verstehe ja, dass er den Windschatten will. Aber es war unmöglich an mir vorbeizukommen und sich dabei nicht zu verbremsen. Im Endeffekt hat das meine Runde versaut und seine auch. Ich glaube, in dem Moment ist ihm gar nichts durch den Kopf gegangen."

Schicksalhaftes Zusammentreffen

Es geschah im letzten Abschnitt des Qualifyings. Verstappen und Bottas haben sich bereits beide für die Top 10 qualifizieren können und wollen nun ihre Ausgangslage für das Rennen auf dem anspruchsvollen Straßenkurs verbessern. Doch bereits zu Beginn von Q3 kommt es zum ersten Zusammentreffen.
"Wir sind früh rausgefahren und ich bin davon ausgegangen, dass Verstappen zwei Aufwärmrunden fahren würde, wie sie es das ganze Wochenende über gemacht haben", erklärt Bottas. "Das hat sich für mich bestätigt als ich in Kurve 16 das Blinklicht an seinem Heck gesehen habe, was bedeutet, dass er noch nicht im richtigen Modus war. Ich habe also einen Abstand eingenommen um den besten Windschatten zu bekommen, als er auf einmal doch Gas gegeben hat."
"In den letzten beiden Kurve wurden mit klar, dass er doch auf eine gezeitete Runde geht", so Bottas weiter, "aber zu dem Zeitpunkt kann man nicht mehr abbremsen, sonst verliert man seinen ganzen Speed. Deswegen dachte ich, die einzige Möglichkeit wäre zu überholen. Das kann man machen, aber es hat sicherlich sowohl meine als auch seine Runde ruiniert. Meine Reifen sind dreckig geworden und ich würde es nicht einmal mehr eine Runde nennen."

Horner unterstützt Verstappen

Verstappen fühlt sich jedenfalls um eine gute Möglichkeit im Qualifying gebracht: "Ich kann verstehen, wenn es einmal passiert. Aber dann passiert es noch einmal in Q3 - das verstehe ich nicht! Er hat sich verbremst und ich dacht: 'Vielleicht fährt er mir in die Seite also hole ich lieber weit aus'."
Unterstützung bekommt der 18-Jährige von seinem wütenden Teamchef Christian Horner: "Max hat nichts falsch gemacht. Ich weiß nicht, was Bottas da veranstaltet hat, aber er hat auch sein eigenes Qualifying damit versaut - bei beiden Versuchen. Ich weiß nicht, ob er etwas gegen Max hat oder warum er es nicht besser gemanagt hat, aber das war ziemlich mittelmäßiges Fahren von Bottas. Das Problem ist: Wenn man in der Bremszone inne rein fährt, dann versaut man sich nur die eigene Runde - und die des anderen. Alles was man im Windschatten gewinnt, verliert man in Kurve 1. Ich verstehe nicht, was er damit erreichen wollte. Nicht nur einmal, sondern zweimal."
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